Danach - Ateliergespraeche nach in der Wendezeit und jetzt
Regie:
Jürgen Hoppmann Genre: Dokumentarfilm Jahr: 2009 Länge: 45 min
Kamera: Jürgen Hoppmann Drehbuch: Jürgen Hoppmann, Inga Arnold-Geierhos Produzent: Inga Arnold-Geierhos, Oberlausitzer Kunstverein
Darsteller: Inga Arnold-Geierhos
Bernd Kremser
Bettina Böhme
Eberhard Peters
Gudrun Bernert
Hans-Joachim Tietz
Jo Zipfel
Karl Wolfgang Weber
Karl-Heinz Völker
Norbert Strahl
Rosemarie Köster
Walter Piroch
Ton: Jürgen Hoppmann Musik: Moby und andere Schnitt: Jürgen Hoppmann webside: www.oberlausitzer-kunstverein.de
Inhalt: 'Danach' ist eine Dokumentation über das Leben von gut einem Dutzend Künstlern im östlichsten Teil Deutschlands - zur Wendezeit und im Jetzt.
warum gescheitert: Vermutlich sind denen das Thema und die Machart zu ostig. Und für die Doc-Festivals im Osten ist der Film wahrscheinlich zu westig und passt in seiner Machart nicht ins staatlich verordnete Wiedervereinigungs-Jubeljahr 2009.
Unser Kommentar: Seit dem überfälligen Anschluß der Ostprovinzen an die BRD blühen zwar nicht die Landschaften, dennoch lodern schon Herzen zwischen Konsumtempeln. Bärbel Bohley schreibt "Eine Bewegung erweist sich als erfolgreich, wenn sie zerfällt". Eine schönes Statement zum aufrichtigen Scheitern. Auch Penck, Baselitz und viele andere kamen aus dem Osten. Schön, von Leuten zu hören, die nicht der post-post-postmodernen Wurst hinterherstottern und sich nicht vom Markt verbiegen lassen. Die verbliebenen Künstler sprechen, wie oft Ostpainters, tatsächlich von und über Kunst und zeigen nicht nur ein handwerklich hohes Niveau ihrer Arbeit. Jürgen Hoppmann unterhält uns nicht mit Standardsätzen von Talkshow-Besserwissern und staatsgetragenen Gutmenschen, sondern erstellt ein Dokument einer noch unbeachteten Zwischenwendekunst Betroffener. Zum Thema grauer Osten: Die zartesten Pflanzen wachsen auf Gestein. Lieber subventionsüberfütterter Westkunstiosus: Pack deinen Pinsel ein und ziehe gen aufgehender Sonne. Ein ehrliches und wichtiges Zeitzeugnis, auch wenn die kritikresistenten Kunstverwurster es nicht wahr haben wollen. Ein erfrischender Wind zu den muffigen Wendefeiern, wo sich die vermeintlichen Helden gegenseitg die Schultern bucklig klopfen.