Inhalt: Ein Dorf wird abgebaggert. Ok, das kennt man ja. Wir müssen ja an die Kohle ran. Wir wollen doch alle jeden Tag ein Licht einschalten!? Geht doch nicht anders. Oder? Also was ist dabei? Wenn in China ein Sack Reis umfällt? Wer aber einmal zwischen Tagebaukante, sorbischem Dorf und dem alten, seltenen Urwald stand, wenn nur so die Wasserpumpen schnaufen, die das Grundwasser unter die Kohle senken, der weiß, dass hier mehr als ein Sack Reis, und mehr als nur ein Sack Geld umfällt.
warum gescheitert: Der Film handelt vom Scheitern einer Bürgerinitiative im Angesicht einer Übermacht aus Politik und Wirtschaft.
Unser Kommentar: Der große Irrtum der vermeindlich Mächtigen in Bayern während der Strauß-Ära war, zu glauben, dass in Wackersdorf nur Chaoten randalierten. Die Politik saß schon damals in ihren weichgepolsterten Raumschiffen und merkte nicht, wie sie mit Ignoranz den feinen Ast ihres Wählerstammbaumes zersägten. Schlimm ist nur, dass die Betroffenen das ächzende Geräusch ihrer sterbenden Heimat nicht hören oder hören wollen und stattdessen sich mit Freibier einlassen, sprich: korrumpieren lassen. Liebe ostdeutsche Freunde, euerer Naivität zum Trotz: Demokratie und der Kapitalismus sind längst zu korrupten Pseudonymen verkommen. Vattenfall (nomen est omen) ist nur eine Metapher für den Untergang unserer sozialen Strukturen: Lebensquantität versus Lebensqualität: Die industrielle Erbsünde an der Natur in Adamswiesen: Dort, wo gewachsenes Menschsein in dörflicher Idylle wegreformiert wurde, stehen nun sterile, Sagrotan-verpestete Wolkenkuckucks-Eigenheime. Dank an das Kohlschmidt-Beder-Duo für den beherzten und sensiblen Einblick in die kleinen Nöte bundesdeutscher Untergebener, sprich Konsum-Glücksritter.