Der Goldene Nazivampir von Absam 2 – Das Geheimnis von Schloß Kottlitz
Regie:  Lasse Nolte  Genre: Comedy/Drama  Jahr: 2007    Format: HD    Länge: 45 min
Kamera: David Emmenlauer    Drehbuch: Lasse Nolte    Produzent: Martin Blankemeyer
Darsteller:  Daniel Krauss, Götz Burger, Hendrik Martz, Walter Stapper, Kim Bärmann und Oliver Kalkofe    
Musik: Tuomas Kantelinen    Schnitt: Lasse Nolte    webside: www.dergoldenenazivampir.de

Inhalt:  Wenn es nach General Donovan ginge, dann würde sich der Militärgeheimdienst der Vereinigten Staaten um wirklich wichtige Dinge kümmern, denn von denen gibt es im Oktober 1942 mehr als genug. Laßt die Waffen-SS doch nach Atlantis forschen und nackt germanischen Druidenriten frönen – wer glaubt schon an okkulte "Wunderwaffen"? Doch wohl kein vernünftiger amerikanischer Patriot – höchstens William Blazkowicz, der einzige Brillenträger des Geheimdienstes. Und doch... kann man eindeutige Warnungen ignorieren? Filmaufnahmen? Beweise? Was geht wirklich vor im Schloß von Kottlitz? Wer tötete Smokey Savallas? Wonach forscht das "Ahnenerbe der SS"? Wer hat das Gerippe von Graf Dracula aus der Walachei verschwinden lassen? Was verbindet einen fanatischen SS-General, unterirdische Laboratorien voller deutscher Wissenschaftler und eine Grube mit geschmolzenem Gold? Fragen über Fragen – und ausgerechnet William Blazkowicz wird in die Alpen geschmuggelt, um Antworten zu finden. Aber was ihn auf Schloß Kottlitz erwartet, hätte niemand auch nur im Traum ahnen können...

warum gescheitert:  Es sollte der ganz große Wurf werden - ein Befreiungsschlag für alle Genrefilmer an der Filmhochschule München. "Der Goldene Nazivampir von Absam 2" war nach Jahren der Demütigung geplant als die schallende Ohrfeige für all jene Schöngeister, die von oberster Ebene an der HFF München sperriges Kunstkino und abstrakte Publikumsbeleidigungen als einzige Möglichkeit deutschen Kinos förderten. Es kam, wie es kommen musste - ein Jahr Kampf mit der Drehbuchberatung (die schließlich aufgab und dem Professor empfahl, den Film nicht realisieren zu lassen), ein gutes halbes Jahr Suche nach Produktionsstudenten, begleitet von einer enormen Öffentlichkeitsarbeit - Webseite, Podcast, Werbeflyer an der Hochschule. Nach zweieinhalb Jahren permanenter Arbeit war der 45-minütige Tritt in den bequemen Hintern der Kurzfilm-Leitkulturgestalter fertig. Sein erwarteter Festivalerfolg, seine Pressereaktionen sollten zeigen, dass es möglich ist, dass harte Arbeit - auch bei einem Genrefilm - letztendlich doch goutiert werden kann und wird. Es sollte allen Genrefilmern, die sich innerhalb der Filmhochschul-Meinungsdiktatur versteckt hielten, zeigen, dass es auch anders geht. Aber es ging nicht anders. Verhaltenes Echo, keine öffentliche Wahrnehmung. Kein Festival interessierte und interessiert sich für das Ergebnis jahrelanger Arbeit. Das Diplom konnte der Regisseur nur nach massiver Auseinandersetzung mit der Prüfungskommission erlangen - es war für HFF-Verhältnisse miserabel. Übrig blieben von der glühenden Ambition nur ein wunderbarer, 45-minütiger Film. Keine Festivalpreise, keine Redakteursanfragen, kein Produzenteninteresse - und die Schulden, die wir privat auf uns luden, um den Film fertigzustellen.

Unser Kommentar: An diesem Nazi-Klamauk hätte Polanski seine helle Freude gehabt. Die düsteren Szenen täuschen nicht darüber hinweg, dass es sich dennoch um ein ernstes Thema handelt: Okkultismus in Heer und Hose. Keine versteckte Blechtrommel(Grass), kein doppelter Boden, der Zauber dringt mit platter Gewalt ins Reich des Bösen und zwingt die Hakenkreuzler mit dem Christuskreuz nieder. Super Besetzung und latent eigensinnig, mit ausgefeielter Kulisse. So macht Scheitern Spass: intelligentes Drehbuch.