sechshundertviertausendachthundert sekunden
Regie:  Veronika Wenger  Genre: Experimentalvideo  Jahr: 2007    Länge: 44 min
Kamera: Alu Walter    Drehbuch: Veronika Wenger    Produzent: WEWA Film
Darsteller: Veronika Wenger Stefan Schessl    
Ton: Veronika Wenger    Musik: Anton Heilander    Schnitt: Veronika Wenger    
Inhalt:  Trommelwirbel. Manege frei. Zu sehen sind eine Sängerin und ein Mann, zwei sich Liebende auf einem Foto. Dann zerspringt die Realität in die Buntheit eines Zirkus. Ein Lachen, ein Getränk, eine gemeinsame Nacht. Das ist alles was die Frau gibt, und das ist alles, dem der Mann nachläuft, im Bewusstsein es nicht mehr wieder zu finden, nicht auf den zahlreichen Bühnenfotos der Frau (Veronika Wenger), nicht auf der CD, die den Trommelwirbel wie einen rasenden Herzschlag durch den Film trägt, nicht in der Stadt, die vor der Suche des Mannes (Stefan Schessl) zur labyrinthähnlichen Bühnendekoration wird. Bunt eingefärbt ist das Scheitern dem man zuschaut, nicht dem Scheitern der Liebe, sondern dem Scheitern der Liebe vor dem Bild der Liebe.

warum gescheitert: Diesmal scheitere nicht nur ich, sondern auch die Protagonisten meines Films. Bunt eingefärbt ist das Scheitern dem man zuschaut, nicht dem Scheitern der Liebe, sondern dem Scheitern der Liebe vor dem Bild der Liebe. Inzwischen empfinde ich das Scheitern fast angenehmer als nicht zu scheitern. Es lebt sich amüsanter.

Unser Kommentar: mit 604000 hat mit „letztes Jahr in Marienbad“ von Alain Resnais nicht nur die Location(Nymphenburg) gemein, sondern auch die mathematische Präzession jenes Kreisels, der mit den beiden zentrifugalen Enden die Unmöglichkeit einer seelischen Berührung beschreibt. 604000Sec sind genau 7 Tage. Solange hat der Meister von oben gebraucht Adam und Eva zu schaffen, um sie dann aus dem Paradies zu werfen. Ich habe die Trommelschläge gezählt, es fehlt genau einer, der letzte, jener bei dem sich die Schmetterlinge der Großstadt hätten treffen können.