Regie:
Simon Loidl Genre: Kurz-Doku Jahr: 2006 Format: mini-DV Länge: 03 min
Kamera: Simon Loidl Drehbuch: Simon Loidl Produzent: FilmKulturKollektiv
Ton: Simon Loidl Musik: Simon Loidl Schnitt: Simon Loidl webside: www.filmkultur.at
Inhalt: Wahlen zum österreichischen Nationalrat 2006. Ganz Österreich ist im Bann zweier Splitterparteien, die sich gegenseitig an Ausländerfeindlichkeit zu übertrumpfen suchen. Ganz Österreich? Während die meisten anderen Parteien zuschauen oder mitmachen, bringen beherzte BürgerInnen meist nächtens ihren Unmut über die politischen Zumutungen zum Ausdruck, indem sie die Plakate der Wahlwerbenden verbessern...
warum gescheitert: Eigentlich war die Idee, eine Doku über AktivistInnen zu drehen, welche mittels "Verbesserung" von Wahlplakaten (Graffitti, Sprüche, Schmierereien, Zerstörung) in die Wahlauseinandersetzung zu den österreichischen Nationalratswahlen eingreifen. Einige solcher AktivistInnen waren bereits ausgeforscht und kontaktiert und anfängliche Skepsis (immerhin ist die "Verschönerung" von Wahlplakaten nicht ganz legal) wurde das Projekt ins Rollen gebracht und ich begann, einige der Ergebnisse solcher nächtlicher Aktionen abzufilmen. Als es dann Zeit wurde, Interviews und Drehs mit den Akteuren zu machen, wurde es diesen dann doch zu heiß und sie sprangen nach der Reihe ab. Ich saß also auf einigen Stunden Filmmaterial, jedoch ohne Interviews und sonstigem für eine Doku unablässigem Material da. Und so wurde aus dem Zwischenschnitt-Material ein Mini-Film.
Unser Kommentar: Du hast doch ein an der Schüssel, sagt der Hamburger und meint, du hast nen Rad ab. Das Beschmieren von Wahlplakaten ist demokratischer, als jedes noch so gut gemeinte Statement in den medialen Zentralorganen der Republik. Denn in diesen basisdemokratischen Reflexen manifestiert sich die Wut und die wahre Sicht der Schäfchen auf der Schlachtbank. Ein unkommentiertes Votum für eine bürgernahe Politik. Simon Loidel, danke für den Werbespott für die in München neugegründete Partei: ungueltig_die_Partei.de