Regie:
Paul Wiersbinski Genre: Experimentalfilm Jahr: 2006 Format: 4:3 Länge: 30 min
Kamera: Levy Gentlin Drehbuch: Paul Wiersbinski Produzent: Paul Wiersbinski
Darsteller: Nele Jahnke, Wieland Schönfelder, Jörg Schulze
Ton: Paul Wiersbinski Musik: - Schnitt: Paul Wiersbinski webside: -
Inhalt: Bei „The XTC of Gold“ handelt es sich weder um eine theatrale Inszenierung noch um einen Film im klassisch narrativen Sinn. Die Arbeit beruht auf Improvisationen und performativen Elementen, die als Probensituation direkt von zwei Kameras dokumentiert wurden. Inhaltlich wird auf die gängigen Motive (Schatzsuche, Gewalt, Freiheit) und Kostümierung von Piratenfilmen zurückgegriffen, um Begriffe von Unfug, Anarchie und Gier zu untersuchen.
warum gescheitert: Das Video wurde bei zahlreichen Festivals im In- und Ausland eingereicht, jedoch ueberall abgelehnt. Durch einen Freund wurde eine einmalige Präsentation in Bremen bei einem Theaterfestival ermöglicht. Allerdings lief die Arbeit hier als "Installation" auf einem Fernseher unter einer Treppe, so dass ihn kaum jemand der ohnehin wenigen Besucher zu Gesicht bekommen haben wird. Die schiere Länge der Arbeit dürfte bei der Aussortierung eine entscheidende Rolle gespielt haben. Außerdem wird auch die scheinbar zusammenhangslose Form von Idiotie und Nonsens, sowie der theatrale Charakter der Arbeit den hauptsächlich narrativ ausgerichteten Kriterien herkömmlicher Spielfilme nicht entsprochen haben. Dabei sind diese beiden Elemente die zentralen Bausteine der Atmosphäre und Aussage des Videos. Destruktive und ernsthafte Stupidität scheint neben dem leicht verdaulichen und oberflächlichen Quatsch herkömmlicher Filmfestivals keinen Platz zu haben.
Unser Kommentar: Es beginnt mit einer Bild- und Tonrückkopplung. Das Pfeifen bleibt auch während der intelligent erzählten und sozialkritischen Metaphorik. Die Parallelerzählung funktioniert hervorragend, wird aber durch die Tortour des Tonmartyriums schwer relativiert. Lautsensibelchen sollten Ohropax mitbringen.