Regie:
Michael Wolf Genre: Horror/Dokumentarfilm Jahr: 2007 Format: 16:9 Länge: 33 min
Kamera: Sanne Kurz, Sven Zellner Drehbuch: Michael Wolf Produzent: Natalie Lambsdorff, Johanna Teichmann
Darsteller: Christian Keßler, Heinz Klett, Ingojira, Sailor Ripley, Steinbeck, Benedict Schubert
Ton: Oliver Angermüller Musik: Markus Lehmann-Horn Schnitt: Michael Wolf webside: http://www.hff-muenchen.de/filme/titel_macherinnen_aktuell/d
Inhalt: Ein neugieriger Junge wird auf die wunderlichen Vorgänge in einem altehrwürdigen Filmpalast aufmerksam: Hier zeigt Der geheimnisvolle Filmclub Buio Omega all die Filme, vor denen unsere Eltern uns gewarnt haben - streng geheim, versteht sich, und nur für Mitglieder. Der blinde Passagier schleicht sich in die verbotene Zone, um das Geheimnis des Filmclubs zu lüften. Für ihn beginnt eine aufregende Reise in eine Welt der verbotenen Bilder, in der alles möglich und nichts heilig ist...
warum gescheitert: Die wilde Welt des Exploitation-Filmes ist gewissermaßen aus Tradition ein Ort des Scheiterns. Die Filme gelten weithin als anzüglich, provokant und querdenkerisch, vor allem aber auch als minderwertig, spekulativ und reißerisch. Sie müssen sich behaupten gegen die Ansagen der Zensur, die Meinungsmache der Kulturelite und die Gewohnheiten des Massenpublikums, eine solide Mauer, an der sie nur allzu oft scheitern. Doch es gibt Schlupflöcher: Bahnhofskinos und Videotheken, Schulhöfe und Filmbörsen - und "Das geheime Kino", ein Ort an dem alles möglich und nichts heilig ist...
Unser Kommentar: Das geheime Kino ist der Raum des Zeremonienmeister der mit 25 Bilder in der Sec den Bann zum Jenseits schlägt. Das Ungesehene und der Kitzel eine Grenzen zu überschreiten sind die Elixiere des Grauens, welche die Clubmitglieder des Buio Amega auf Schalke seinen Mitgliedern kredenzen. Denn eines wird klar, der sogenannte B-Movie oder Exploitationfilm ist cinematographisch-historisch sicherlich genauso wichtig wie der Film noir, nur gewagter und konsequenter. Michael Wolf ist ein Cineast bis in die Poren, und seine Halbscheindoku ein Einstieg in ein unterschätztes Genre.