Von Dogma bis Dogville - Dont try this at home
Regie:  Matthias Maaß  Genre: Dokumentation  Jahr: 2006    Format: MiniDV    Länge: 65 min
Kamera: Martin Top, Henry Grasse, Mirco Maassen    Produzent: Matthias Maaß
Darsteller: Robby Müller, Anthony Dod Mantle, Benedict Neuenfels    
Ton: Carl Plessner, Felix Rakowski, Viktor Horstink    Musik: keine    Schnitt: Matthias Maaß    webside: noch keine

Inhalt: Die Top-Kameramänner Robby Müller, Anthony Dod Mantle und Benedict Neuenfels, erzählen von ihren Schwierigkeiten Amateurkameras im szenischen Kinofilm einzusetzen. Alle wurden zuerst von der gesamten Branche - teilweise weltweit - verhöhnt obwohl Filme wie ?Das Fest? mehrfach ausgezeichnet und zum Kultfilm wurden. Durch das mangelnde Verständnis auf Produktionsseite für die Besonderheiten der Technik, fühlen sich aber teilweise auch die Kameramänner selber in ihrer Arbeit gescheitert. Es wird klar, welcher Aufwand neben dem künstlerischen Ansatz nötig ist, um eben nicht zu scheitern.

warum gescheitert: Abgelehnt von Filmfestivals wie Berlin, Houston etc., Fernsehsender wie SWR und Arte, sowie von der Filmförderung auf Antrag für eine Vertriebsförderung. Regisseur Matthias Maaß hat selber als Kameramann den Film "Zoe" gedreht, der zwar auf dem Münchener Filmfestival 1999 den Preis für den besten Nachwuchsregisseur bekam, aufgrund von Streitigkeiten zwischen der Produktion und dem ZDF wurde allerdings die Kinoauswertung durch einen frühen Sendetermin ruiniert. Gleichzeitig wurde ein unautorisiertes Sendeband erstellt, das jede Stimmung in dem Film zerstörte und damit auch die Karriere des Kameramannes quasi beendete. Der Dokumentarfilm arbeitet dieses Trauma im Gespräch mit den erfolgreichen Kollegen auf und stellt fest, auch diese sind dem großen Scheitern oft sehr nah gewesen...

Unser Kommentar: Ein wichtiger Beitrag zum Thema digitaler Film. Ein Bonmon für jeden Filmemacher!