Ich bin das achte Weltwunder-Marcello Cammi
Regie:  Lothar Warneke †  Genre: Dokumentarfilm  Jahr: 1992    Format: Betacam    Länge: 57 min
Kamera: Olaf Skrzipczyk    Drehbuch: Lothar Warneke †    Produzent: Peter Gärtner
Darsteller:  Protagonist : Marcello Cammi † u.A.    
Ton: Lutz Laschet    Musik: Thomas Warneke    Schnitt: Evelyn Kuhnert    webside: www.sanssouci-film.de

Inhalt:  Nahezu unbekannt ist das unermeßliche Lebenswerk des Malers und Bildhauers Marcello Cammi, der bescheiden in der oberitalienischen Küstenstadt Bordighera lebte und alle seine Geschöpfe und Werke um sich in einem Gartengrundstück versammelte. Giardino esotico wird dieser Garten zu Recht genannt. In dieser unserer Welt perfekter Bilder und glänzender Verpackungen, mit denen uns die Werbung täglich überschüttet, haben Cammis Figuren und Bilder etwas Befreiendes. Sie konfrontieren uns mit Ursprünglichem, mit dem ungeschminkten Wesen der Dinge und letztendlich mit uns selbst.

warum gescheitert:  Film wurde frei pruduziert und anschließend mehreren öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten angeboten. Leider vergeblich, meistens kam keine Antwort, geschweige denn der Film zurück !

Unser Kommentar:  Marcello Cammi ist kein naiver Kauz, sondern Bildhauer zwischen den Welten der karibischen Abstraktion und des konkreten Mittelmeeres. Die Gesichter seiner Figuren sind gezeichnet von den unterschiedlichsten Stilrichtungen, dass ein Zentrum kaum auszumachen ist. Zwischen Katzenkitsch und Totem, weidet sich seine ungezügelten Phantasie aus. Der Autodidakt ist so erfrischend unakademisch, dass jeder intellektuelle Versuch eines Zuganges zu seinem überwucherten Kunstgarten vernagelt bleibt. Er ist der letzte Prophet der Banalität und damit gegenwärtig, d.h. vergänglich.