Regie:
Hans Neuenfels Genre: Drama Jahr: 1984 Format: 16mm Länge: 91 min
Kamera: Hans-Günther Bücking Drehbuch: Hans Neuenfels Produzent: Regina Ziegler Filmproduktion
Darsteller: Stefan Wieland, Carlo Rola, Roland Schmid, Ram Murti, Josette Schafer
Musik: Heiner Goebbels webside: www.ziegler-film.com
Inhalt: Eine imaginäre Biographie über Jean Genet, den Dichter und Theologen des Bösen: geboren 1910 in Paris, in Erziehungsheimen aufgewachsen und gedemütigt, ein Päderast und Dieb, 14 Mal zu Gefängnisstrafen verurteilt und aus 5 europäischen Ländern ausgewiesen. Seine Romane sind Balladen von giftgetränkter Schönheit, seine Theaterstücke sind düstere Zeremonien der Unterdrückung - jeder Mensch spielt eine Rolle, die andere ihm auferlegen."Ich erlaube mir die Revolte", sagte Genet 1975 in einem Gespräch mit Hubert Fichte.(Stern)
warum gescheitert:
Unser Kommentar: Dieser unterirdische Streifzug durch die Welt der Sehnsüchte jünger Männer, die hier in dieser Welt keinen Platz finden, zeichnet einen entblätternden Zyklus des genuienen Jean Genets von Rimbaud über Törleß zum Helden Daedalis aus James Joyces Ulyssis nach. ?Das Glück ist immer obszön und das Extreme ist die einzig mögliche Mitte?. Die Überwindung der Fessel der Körper-Geist-Trennung ist nur so möglich. Das Aushalten von Schmerzen und der totalen Unterwerfung. Liebe und Demut sind zwei untrennbare Brüder, die selbst von einer bürgerlichen Gesellschaft nicht zu trennen sind. Ein Film an der Zeit, aber zu gewagt, zu direkt, zu ehrlich um nicht zu scheitern. Eine Sprache, die unser Trallalavergüngsterrorismus verbietet. Schade, ein nachhaltig wirkender Film. Ein Lob für die Produzenten, dem Regisseur und vor allem den Schauspielern, die gleich jungen Grashalmen die Wege der Freiheit eines Walt Whitman beschritten.