Regie:
Detlef R. Kerkau Genre: Fantasy Jahr: 2006 Format: 16:9 Länge: 101 min
Kamera: Detlef R. Kerkau Drehbuch: Detlef R. Kerkau Produzent: Detlef R. Kerkau
Darsteller: Virtuelle Schauspieler
Ton: Detlef R. Kerkau Musik: Detlef R. Kerkau Schnitt: Detlef R. Kerkau
Inhalt: Im Cyberspace existiert einer Welt, die vom Economy-Faschismus geprägt ist. Arme werden zu Monstern und per Gesetze mehr und mehr unterdrückt ("Ab sofort ist es den Monsten verboten Monster zu sein"). Sie werden verfolgt und müssen sich nicht nur gegen den Staat sondern auch gegen Aliens wehren. Zudem trägt sie die Hoffnung, einen Weg zu finden, sich von Gottes Fluch zu erlösen. Die Classical Creatures Saga wird in drei Spielfilmen erzählt, wovon dieser der Erste ist.
warum gescheitert: Ich habe den Film mehreren Fensehsendern und Filmfestivals angeboten. Alle Bescheide waren ablehnend mit der Begründung: Für dieses neue Format (Bitfilm) bestände kein Interesse. Der Film selbst reflektiert eine gescheiterte Gesellschaft der Moderne - die voller Gewalt und Widersprüche steckt. Eigentlich ist alles gescheitert: Die internationel imperialistische Kriegspolitik von Lügnern - die in einem fürchterlichen Attentat mündet - das widerum als Argument für weitere Kriegsgelüste dient. Der Film spricht das Scheitern der Sozialpolitik an, die auf Verarmung-Entrechtung und Verknechtung weiter Teile der Bevölkerung zielt. Dies führt dahin, das Zombies nicht mehr Krankenversichert sind (Zu hohes Risiko) und Vampire sich keinen Zahnersatz mehr leisten können. Und auch die Mumie hat kein Geld mehr für saubere neue Bandagen. Im Grunde ist der Film ein Spiegelbild über das Scheitern der heutigen Gesellschaftsstrukturen und beinhaltet Kritik an das Wirtschaftsvasallentum von Religion und Politik. Schätze, das die Brisanz des Inhalts dieses Dreiteilers keinen kommerziellen Erfolg bringen wird - eben wegen diesen kritischem Elementen. Und wahrscheinlich auch, weil meine Animatiosfilme keine niedlichen Disneyfiguren präsentieren, sondern Gewalt, (geistige) Armut und Zerstörung beschreiben. Dennoch wird an Teil II -Stunde der Engel- und Teil III - Himmel und Hölle - unverdrossen weitergearbeitet. Denn das Scheitern sagt mir, das diese Geschichte unbedingt komplett erzählt werden muss. Denn sie hebt sich ab, von dem einerlei des einseitigen TV und traditionellem Kinoprogramms.
Unser Kommentar: Dieser opulent animierte Sci-Fi stellt neben gesellschaftskritischen vor allem ganz praktische Fragen. Wie gehe ich eigentlich mit meiner Paranoia um, wenn diese permanent fremd geht? Was mache ich, wenn die Phantasie in meinem Schädel voll auf den grauen Asphalt der Realität zerschellt. Kann ich dann noch besten Gewissens meine staatsbürgerlichen Pflichten nachkommen und mich, an Leib und Seele verletzt, zu nächsten Wahl schleppen? Brennende Fragen und Infernos! Leider etwas zu lang, der Film.