Wer zuerst lacht
Regie:  Daniel Petersen  Genre: Mafiawestern  Jahr: 2001/02    Format: 16mm    Länge: 25 min
Kamera: Jan Lackner    Drehbuch: Daniel Petersen    Produzent: Daniel Petersen
Darsteller: Marek Harloff, Mehmet Kurtulus, Caroline Peters     
Ton: Oliver Großmann    Musik: Werner Lamm    
Inhalt: Ein auserwählter Schüler (Marek Harloff) betritt das Reich eines Meisters (Mehmet Kurtulus), der ihn in der Meisterschaft der unterschwelligen Menschenführung unterrichtet, die andere Leute im Glauben, es sei ihr eigener Wille, allerlei niedere und dumme Sachen veranstalten lässt. Im Zuge der Ausbildung findet der Schüler Gefallen an seinen erwachenden Fähigkeiten, und der Meister muss erkennen, dass in der Tat nur die Vielversprechenden es wert sind, in seine Obhut geschickt zu werden. Einige Blechschäden, entmannte Polizisten und hypermaskuline Himmelfahrtskommandos später, muss als praktische Prüfung ein direktes Duell über den Erfolg der Ausbildung entscheiden. - Ein Mafiawestern, eine Parabel ohne Moral sowie ein gerade noch surreales Konzentrat der Wirklichkeit.

warum gescheitert: Keine Ahnung. Jedenfalls wollte kein Sender, kein Festival, kein Kino den zeigen (rühmliche Ausnahmen: Max Ophüls-Fest 2003, Zeise Hamburg 2006). Zweimal Prädikat verweigert. Gründe: Schwarzweiß? Zu lang? Zu verquer? (Und dann noch doppelt gescheitert: bei euch Einreichung verpasst. Naja, fürs nächste Mal.) DVD folgt bald.

Unser Kommentar: In einer Gesellschaft, in der „naiv“ mit „dumm“ gleichgesetzt wird, die Elite mentalen Machtmissbrauch professionalisiert, brauchen wir lernbeflissene Schüler der subversiven Gemeinheiten, die ihrem Ego den berechtigten Raum lassen. Es lebe der Alphamensch. Es lebe das Supermarkt-Kundalini. Das Kreditkarten-Chakra zwischen den hochgezogenen Augenbrauen es genialen Jünglings