Zelten verboten!
Regie:  Bernd Schneid  Genre: (Not-)COMING-OF-AGE  Jahr: 2006    Format: DVD    Länge: 94 min
Kamera: Luka Spatz    Drehbuch: Bernd Schneid    Produzent: EL Produktionen
Darsteller: Max Specketer, Carolin Millner, Julia Gaßner, Stefan Strasser    
Ton: Peter Sauter    Musik: Florian Gebhardt    Schnitt: Andrey Neyman    
Inhalt:  Daß Stille auch erfahrbar ist, spüren vier vor der Welt Flüchtende auf der Suche nach Privatspähre. Ob eine Berghütte der richtige Ort ist, um Vergangenes hinter sich zu lassen? Draußen liegt ein weißes Nichts, das die Erfahrungsgrenze markiert ... und wenn der Neuanfang zu scheitern droht, wenn nur noch billige Spaßmacher weiterhelfen, dann bleibt am nächsten Morgen die Kälte im Kopf. Und keiner holt dich ab. Oder doch?

warum gescheitert:  Nachdem sich der Regisseur, sowie die Schauspieler auf unzähligen Filmhochschulen und Schauspielschulen beworben hatten, aber nie genommen wurden, beschlossen sie, selbst einen 90-Minuten-Film zu drehen - mit der Aussicht auf Erfolg. Die Produktion verlief mit Omas, die einfach während des Drehs gestorben sind, über die berühmte Kälte, die uns fast das Equipment und Blutkreislauf eingefroren hätte. Mikrofonkatzen, die ins Bild hängen nicht zu vergessen. Letztlich wollte den Film weder ein Filmfestival, noch Freunde und Bekannte für sich begeistern. Tja. Aber das Scheitern, einen Film gemacht zu haben, ist dann auch schon wieder was. Scheitern kann eben doch auch Spaß machen. Wie sagt schon der alte chinesische Mönch Lau-Pei-Tu: Es ist besser, es versucht zu haben, und zu verlieren, als es nie versucht zu haben. Das nämlich ist der Tod.

Unser Kommentar: Zelten Verboten, meint lieben verboten, oder meint, dass die erste Liebe frisch aus der Pubertät Stolpersteine auf den Pfaden der ersten Erfahrungen birgt und die Annäherung ans andere Universum schwer erkämpft werden muss. Gut, dass es den guten alten Amor mit seinen in Vodka getränkten Pfeilen gibt. Da kommt zusammen, was zusammen gehört oder macht blind für den schlechten Charakter seines Partners. Diese technisch teilweise gewöhnungsbedürftige Produktion brilliert durch die laienhafte Darstellung und wird für jene Teenis, die angenervt von einer berliner Produktion ähnlichen Inhalts(Verliebt in...) sind, zu einem willlbekommenen Leckerli ,sprich Alternative.