Made by Sein Win
Regie:  Benja Sachau und Jens Christian Kage  Genre: Doku  Länge: 52 min

Darsteller:      

Inhalt: Der Film portraitiert den 63jährigen Erfinder U Sein Win, der nah der chinesischen Grenze, in der burmesischen Kleinstadt Bhamo wohnt. Sein Win ist überzeugter Bhuddist und verfolgt einen perfekten Traum - er will fliegen. Mit wenig mehr als Wasserrohren, einem Fahrradsitz und dem Maschinengewehrlauf eines Panzers aus dem 2ten Weltkrieg hat er seinen eigenen Hubschrauber gebaut. Das Militär und die meisten Kleinstädter halten ihn für verrückt, aber Sein Win lässt sich von seinem Traum nicht abbringen.

warum gescheitert:  Träumer und Visionäre sind dem Scheitern am nächsten.

Unser Kommentar: Ein Tempel ist Myanmar und der Traum vom Fliegen. Der Unterschied zwischen dem Ingenieur und dem Künstler ist, das der letztere noch mit seinen Händen arbeitet, nicht von Büchern abliest, probiert, versucht und eine uneingeschränkte Neugierde besitzt. Jene naive uneigennützige Offenheit und Mut zum Scheitern, die all den Redakteuren in den hochsubventionierten Anstalten im trüben Trott der langen Weile zum Schaden all jenen verbliebenen anspruchsvollen TV-Usern abhanden gekommen ist. Die kleinen Bilder, das Entschleunigungen der Bewegung, der Zigarre rauchende Mönch, nackte, kleine und große Füsse, ein durchs Bild klackernder Tausendfüssler sind es, die diesen Film erfrischen. Hier wird bei der Arbeit nicht nur Hand, sondern auch Fuß angelegt und gezeigt wie weit die Flügel aus Willenskraft und Ideenreichtum tragen können. Ganz im Sinne des Phoenix mit dem sinnigen Namen Sein Win: der Keilriehmen des Erfolges ist der Traum. Ja, der wahre Realist ist ein Traumtänzer.