Regie:
michael hawk Genre: music movie Jahr: 2002 Format: digital(mp4) Länge: 5 min
Produzent: michael hawk
Darsteller: aminu tanko (native rapper)/andi jacobs (audio-production)/michael hawk(script, camera)
warum gescheitert: von allen von mir angesprochenen TV-kulturkanälen abgelehnt (kitschig/passt nicht in unsere formate etcetc)
Unser Kommentar: Eine wahrlich gefährliche Mischung aus Kitsch
Lust und erotischem Urwald.
Der Urwald ist das ewige Verlangen, die Zerstörung,
das ewig lockende Weib.
Rain, macht diese furchtbaren Bilder, der Zerstörung
und Verzweiflung zu einem monumentalen Videoclip.
Mit einigem Abstand zum 11.9. wirken die Bilder aus
dem internet heroisch, ja fast ästhetisch überhöht,
wie ein sehr guter comic. Erst am Ende wird einem klar,
was für ein schreckliches Verbrechen hier passiert ist.
Man fühlt sich benommen, von der tollen Musik,
von dem schlechten Gewissen.
Ich meine aber, das Michael Hawk nichts anderes tut,
als das was er gesehen hat, nachzustellen:
die Inszenierung des Horros nebst Massenhysterie.
Eine spannend gemachter Werbefilm für die Taliban
aus hollywoods Asservatenkammer, im Auftrage...
Ein durchaus kompaktes, komprimiertes Werk,
das einlädt sich ganz weit den Kinosessel zurückzulehnen.
„Ich denke an Wald, den Urwald, an die Sinnlichkeit der Natur,
ihre Rohheit, ihren ursprünglichen Elan, ihren schrecklichen,
verwirrende Trieb, die Tropen im Gemüt des weißen Mannes.“
(Robert Müller)