Regie:
Juliane Zelwies Genre: eine inszenierte Dokumentation Jahr: 2005 Format: BetaSP Länge: 19 min
Kamera: Amy Patton, Sascha Pohflepp, Isabelle Schmidt Produzent: Juliane Zelwies / UdK Berlin
Darsteller: Hans Brückner, Andreas Genschmar, Gerda Müller, Simone Steinberg, Oliver Witte, Nico Zitek
Ton: Markus Ruff und Uli Schuster
Inhalt: Die vier Preisträger des Kunstpreises, den das Energie-Unternehmen ELUX jährlich vergibt, sind eingeladen, die noch offenen Fragen zu der geplanten Ausstellung zu klären. Als der Abteilungsleiter das Treffen überraschend verläßt und die Künstler mit der Moderatorin zurückbleiben, wird klar, dass nicht einmal die Grundlagen der Ausstellungsmodalitäten abgesprochen sind: wird klar, dass nicht einmal die Grundlagen der Ausstellungsmodalitäten abgesprochen sind: Während die Firma das Thema für die Ausstellung vorgeben möchte, bestehen die Künstler Während die Firma das Thema für die Ausstellung vorgeben möchte, bestehen die Künstler auf ihrer künstlerischen Freiheit. Das Wissen um die Sinnlosigkeit und Redundanz aller in der Folge entwickelten Ideen macht das Treffen für alle Beteiligten zu einem hoffnungslosen Alptraum.
Unser Kommentar: Wer jemals ein Brainstorming, ein
Seelenstrip mit gruppendynamischer
Sinnfindung erlebt hat, der wird
kreischend aus dem Kino laufen.
Die Landshuter Allee auf- und abrennen und
den vorbei rasenden Autos hinterher brüllen:
Oh Gott! Warum habe ich nicht Mathematik studiert!
Die stumpfe Trockenheit einer gewollt kreativen
Ausstellungsfindung des Energiekonzerns lässt
tiefer blicken, als das Feigenblatt gesellschaftlichen
Pseudokunstanspruches erlaubt.
Ein Laptop namens Ich.
Ein Keksverschlucker.
Eine allerziehende Malmama.
Ein gescheiterter Anwärter auf den Lehrstuhl,
sind die würzenden Zutaten dieser absurden
Parodie im Geschmacke der Monti Pythons.