Regie:
Janet Güttel Genre: Kurzspielfilm Jahr: 2004/5 Format: DVD Länge: 5 min
Produzent: Janet Güttel
Darsteller: no-budget-filmteam sabine thorsten Janet
Inhalt: Senf oder Ketchup: Vergiftete Currywurst und die Folgen
warum gescheitert: Der Film wurde beim Kurzfilmfest Weiterstadt und beim Kurzfilmfest Halle abgelehnt, bei Interfilm Berlin sowieso. Der Film ist mit einer Digitalkamera gedreht, alle Beteiligten arbeiteten nur aus Spaß am Filmen und Spielen, absolut kein Budget. Ist wahrscheinlich zu krank zu doof zu abartig oder zu schlecht für Festivals. Tja. Wir machen trotzdem weiter!!! (Die Filme liefen auf dem Amateurvideofilmfest in Berlin-Friedrichshagen - schönen Dank noch mal an die Veranstalter!- allerdings haben die Veranstalter dieses Festivals die feste Vorgabe grundsätzlich ALLE eingereichten Filme zu zeigen. Da hatten wir 'ne Chance!
Unser Kommentar: Diese rasant erzählte Geschichte eines Pommesbudenbesitzers
folgt der Logik eines Zahnrades.
Alles dreht sich um schlechtes Fleisch, das er skrupellos verkauft:
Die Rache folgt auf dem Fuß:
Als er was erledigen muss, wird ihm das Rad gestohlen.
Aber Glück des Ungerechten:
Er findet einen Koffer mit viel Geld.
Doch das Schicksalsrad dreht sich weiter.
Dieser wir ihm auch gestohlen.
Stehlen, Betrügen, das Alltagsgeschäft in unserer
realexistierenden Konkurrenzgesellschaft.
Das die Hunde das Erbrochene aus Wurst und Ketschup fressen,
ist keine Erfindung, dass machen diese Tiere tatsächlich.
Der mit sich selbst sprechende Budenbesitzer dagegen ist
sympathisch, das macht den Film perfide.
Diese deftige Imbisssatire wäre ein phantastischer
Aperitif zu einem langen genüsslichen Filmabend,
wären da nicht die Schmauchspuren eines Bertolt Brechts:
Der Kapitalist vergiftet in seiner Gier die harmlosen Mitmenschen
und als bestrafe der liebe Gott die kleine Sünde gleich, findet er
sich in bester Gesellschaft. Am Ende ist er der Sieger, wie im Leben.