Inhalt: Porträt eines jungen Senegalesen. Der Film beschreibt die Probleme und Chancen des harten Alltags junger Senegalesen in der Stadt und auf dem Land. Der Film erzählt die Geschichte von dem 21jährigen Etienne, der in der Familie seines Der Film erzählt die Geschichte von dem 21jährigen Etienne, der in der Familie seines Onkels in Dakar lebt, weil seine Mutter auf dem Land nicht genug Geld hatte, um ihn dort großzuziehen. Onkels in Dakar lebt, weil seine Mutter auf dem Land nicht genug Geld hatte, um ihn dort großzuziehen. Etienne musste sein Studium abbrechen, weil er nicht mal genug Geld hatte, um sich ein Wörterbuch zu kaufen. Mit seinen Freunden schlägt er die Zeit tot, und träumt von einem besseren Leben - bei seiner Mutter auf dem Land - in Europa, so wie viele Jugendliche im Senegal davon träumen. Etienne nimmt uns mit aufs Land zu seiner Mutter.Auch dort gibt es junge Senegalesen, die träge unter Affenbrotbäumen dösen, weil ihr Landanbau scheitert. Aber der Film zeigt auch die andere Seite: Jugendliche, die sich im informellen Sektor in der Stadt mit kleinen Jobs durchschlagen und hoffnungsvoll in die Zukunft blicken, und Jugendliche,die sich auf dem Land in Landkooperativen zusammengeschlossen haben, und professionell und erfolgreich arbeiten.
warum gescheitert: Obwohl mehrere Redakteure von Arte, ZDF und 3sat den Film wertschätzten, fanden sie für ihn keine Verwertung im Programm. Das Thema sei zu speziell, zu "weit weg" für das deutsche Publikum... Immerhin gewann er bei einem Festival den "Sonderpreis der Landeszentrale für politische Bildung".
Unser Kommentar: Mit dem Blick der Betroffenen im heutigen Senegal schafft es Gordian Arneth
das Bedürfnis nach Wohlstand und dem Scheitern daran haargenau auf den
Punkt zu bringen. Der Senegalese denkt in „Familie“ und “Freundeskreis“
und nicht darüber hinaus. Mit seinen Freunden teilt er sein letztes Geld.
Der Onkel kümmert sich um den Neffen. Und hier ist das Problem.
Projekte außerhalb dieser Kreise finden nicht statt, sind zum Scheitern verurteilt.
So ist kein Staat, keine Gesellschaft, keine Wirtschaft, kein Dorf zu machen.
Dieses Kernproblem, der fehlende Gemeinsinn wird durch die beschriebene
Kooperative aber überwunden. Plötzlich ist nachhaltiger Anbau möglich.
Der Einzelne denkt nun über seinen Clan hinaus und begreift sich als Teil
eines Größeren. Das könnte uns hier in Europa auch ganz gut stehen.