Mansons Dream
Regie:  Florian Scheibe  Genre: Tragikkomödie  Jahr: 2004    Format: 35mm    Länge: 30 min
Kamera: Christoph Manz    Drehbuch:      Produzent: Florian Scheibe
Darsteller: Fabian Busch, Mehdi Nebbou, Luka Omoto, Julia Althoff, Christian Fischer    

Inhalt:  Inhalt: Sven Baader hat eigentlich alles, was man braucht, um glücklich zu sein: viel Geld, eine eigene Firma, eine tolle Wohnung. Trotzdem hat Sven kein anderes Ziel, als sich das Leben zu nehmen - doch das ist an seinem Geburtstag gar nicht so einfach... Sven Baader hat eigentlich alles, was man braucht, um glücklich zu sein: viel Geld, eine eigene Firma, eine tolle Wohnung. Trotzdem hat Sven kein anderes Ziel, als sich das Leben zu nehmen - doch das ist an seinem Geburtstag gar nicht so einfach...

warum gescheitert: Mit "Manson´s Dream" hatte ich das unbescheidene Ziel, dem deutschen Film nach 1945 jenen Humor zurückzugeben, den er durch die Vertreibung von Ernst Lubitsch und Billy Wilder ins amerikanische Exil verloren hat. Mit dem Film wollte ich beweisen, dass es auch hierzulande noch mehr gibt, als  schenkelklopfende Bratzkomödien oder bedeutungsschwere Vorstadtdramen. Und (gleichfalls völlig unbescheiden): Mit "Manson´s Dream" wollte ich den Grundstein für meine eigene Karriere als der deutschen Ausgabe von Woody Allen legen. Leider sind all diese Vorgaben merh oder weniger kläglich gescheitert: Im Vorfeld wurde dem Film jegliche Unterstützung durch einen Sender verwehrt, was zur Folge hatte, dass sich alle Beteiligten (aber vor allem ich selbst) hoch verschulden     mußten. Dennoch wurde gedreht: Die Hoffnung auf einen großen Festival-Erfolg stirbt ja bekanntlich zuletzt.   Und tatsächlich: Ein paar Wochen lang rumorten die Gerüchte, Berlinale eventuell, Hof, vielleicht. Dann aber die Absagen: Die Festivals klopften zwar immer mal wieder interessiert an, gelaufen ist "Mansons Dream" vor allem in Nebensektionen. Auch ein erster Preis beim Filmfest in Lüchow-Danneberg im vergangnen Jahr konnte die tiefen Wunden der Enttäuschung nicht heilen. Hinzu kamen die Versuche, den Film im nachhinein an 3-Sat oder Arte zu verkaufen: Monatelange Hoffnung und dann doch wieder nur Absagen. Da halfen leider auch nicht die wohlwollenden Reaktionen von Zuschauern, ihr Lachen, ihr Lob und ihre Schulterklopfer: Der Film war - in Relation zu seinen Ansprüchen - geradezu grandios gescheitert. Bei mir persönlich führte das Scheitern dazu, dass ich mein Regie-Studium an der Deutschen- Film und Fernsehakadmie vorzeitig beendet habe und dem Filmemachen überhaupt den Rücken gekehrt habe. Inzwischen sitze ich alleine in meiner trostlosen Ein-Zimer-Wohnung in Berlin-Neukölln und versuche brotlos Romane zu schreiben.

Unser Kommentar: Es kommt alles anders als man denkt. Und die Franzosen machen die schöneren Beziehungsfilme, heißt es. Stimmt aber nicht, „mansons dream“ ist der Gegenbeweis. Fein erzählt und immer für Überraschungen gut. Alles andere als platt. Eben ganz undeutsch. Und der Mut zum Makabren findet seinen Him-mel zwischen leidenschaftlicher Liebe und weißer Leinwand. Schade nur, dass der Künstler(Florain Scheibe ) sich ins Exil zurückgezogen hat. Aber insgeheim, weiss aber auch er, das er einen verdammt guten Film gemacht hat. Intelligente Dialoge, romantische Abstürze und ein Hase, nein kein Hase..