Bad Movie
Regie:  David Peter Burmeister  Genre: Fiktion Kurzfilm  Jahr: 2005    Format: DVD    Länge: 15 min
Produzent: David Peter Burmeister
Darsteller: Oliver Debuschewitz(Bodinski) Petra Hofmann(Zimmermann)      

Inhalt: Ein Film der den Zuschauer so reizt, dass er zwanghaft etwas unternimmt gegen das Böse Igor Luther/Thorsten Baier(Kamera) Eberhard Schoener, Marco Hertenstein(Musik)

warum gescheitert: Ist den Juroren der Festivals wohl zu kompliziert, verstehen ihn nicht, oder ist zu außergewöhnlich

Unser Kommentar: Bad Movie bewegt sich in jeder Hinsicht am Rande vieler Klischees. Das geht vom Mafiatypus Filmverleiher bis zum Obergutmenschen Reporter. Und das macht den Film so brutal, gefährlich. Man wähnt sich in einer Actionstory. Die künstliche Schauspielersprache lässt uns geruht zur Chipsdose greifen: Jetzt kommt ein Samstagspieli. Diese Gemütlichkeit kommt uns, nach einer langen schweren Arbeitwoche nur zu pass: Schließlich wollen keinen echten Krieg, den hatten wir genug, noch richtiges Morden sehen. Die Polizistin wirklich richtig niedlich, wie die Tippse aus der Lohnbuchhaltung. Und der Nazi; der sieht aus wie der Horst von der Materialausgabe. Aber dann geht unsere Süße in den Keller. Und mit einem Schlag ändert sich alles. Später, viel später, der Film ist längst vorbei: müssen wir ausstehen, die verstreuten Chips aufsammeln und unsere Gattin zärtlich beschützend in den Arm nehmen. Burmeister versteht Spannung zu erzeugen. Die Polizistin sieht die Filmdokumente mordender Amerikaner in Afganisthan und wird zur Rächerin an dem Bösen, köpft ganz in unschuldig weiß gehüllt mit der Treffsicherheit einer Sarah Croft den Nazi und geht geläutert in gleisende Licht der Gerechten. Die amerikanisch angehauchte Patina täuscht nicht darüber hinweg, das sich hinter dem Drehbuch eine klare und kritische Haltung verbirgt: Der Kritik an der Überflut der Bilder, der Verdummung und Lebenverabstrahierung . Umso mehr ist es eine Leistung von Burmeister ohne wirklich brutale, schreckliche Bilder aus zukommen und trotzdem das Gefühl in einem erzeugt, nicht weiter schauen zu wollen. Auszumachen um unter Bettdecke zu verkriechen...denn er löst den Plot nicht auf, und das, das schmerzt wirklich...