DIY (on yBa)
Regie:  Christian Asbach und Nina Samuel  Genre: Dokumentarfilm  Jahr: 2003    Format: VHS,MiniDV,Super8    Länge: 60 min
Produzent: s.o.
Darsteller: projekttutorium "the fate of yba" der berliner universitäten    

Inhalt: Berliner Studenten fahren nach London, um von Zeitzeugen mehr über die young British artists zu erfahren, die in den 90ern mitgeholfen haben, das Bild der Britischen Kunst neu zu formen. Eine dialogische Montage über Kunst+Medien, Pop+Kommerz, Eine dialogische Montage über Kunst+Medien, Pop+Kommerz, Britishness+Ironie - und über Netzwerke. Britishness+Ironie - und über Netzwerke.

warum gescheitert: Gescheitert an der Verbindung dreier Formate, die unterschiedliche inhaltliche Aussagen und Erzählebenen widerspielgeln sollten, von denen eines (VHS) von entsprechenden Institutionen abgelehnt wurde. Zugegebenermaßen ist in diesen Sequenzen der Ton aufgrund technischen Delitentatismus nicht gelungen. Weiteres Scheitern aufgrund von zu viel Information im Gegensatz zu Infotainment, so die Kritiker.

Unser Kommentar: Diese Dokumentation des Aufbruches in den 90zigern im vermufften Engelland eines John Majors lässt auch uns hier hoffen, das der Laura Ashley Stil nur eine vorübergehende einfallslose Laune des Postbürgertums bleibt. Das sich junge englische Künstler aufgemacht haben, mit dem Strom der aktuellen Medienrezeption zu schwimmen, um schneller ins Meer des Erfolges zu gelangen, ist beachtlich. Zumal dies ganz im Wiederspruch zu den sonst so Kritik Verwöhnten Kontinental-Kunstproduzenten steht. Doch die Resonanz ist bis heute zu vernehmen. Was wäre aus unserer Werbelandschaft ohne diesen Einschnitt geworden. Kunst als Ware; als Marke, als donnerndes Event. Die teilweise extrem schlechte Bildqualität macht diese Unruhe nur noch stärker und verleiht dem Film die Patina des Provisorischen. Ja, macht ihn erst geschmackvoll und neugierig, auf das was da war und bei uns vielleicht mal sein kommen könnte. Das London der Zeit 5 Jahre voraus ist(laut Goethe), riecht vielleicht altbacken aber trotzdem wahr. Die Interviews lassen sehr tief blicken und das blonde Engelchen zwischendrin ist eine nette Reminiszenz auf alte Studientage: was sucht sie auf dem Streifzug durch London? Hat sie was verloren, wird sie was finden? Warten wir es ab. Vielleicht in 5 Jahren.