Regie:
A.S.K. (A.rbeitsgruppe S.erien K.iller) Genre: Kurzfilm Jahr: 2001 Format: DigitalVideo3:4 Länge: 12 min
Kamera: Paul Braunsteiner, Hubert Sielecki, Luise Buisman und andere Darsteller. Produzent: Hubert Sielecki, Animotion Films Vienna
Darsteller: Paul Braunsteiner, Hubert Sielecki, Luise Buisman und andere Darsteller.
Ton: Paul Braunsteiner, Hubert Sielecki, Luise Buisman und andere Darsteller.
Inhalt: 2484, Folge einer amerikanischen TV-Serie. die Single-Brüder Brad und Rick zeigen den schönen Damen ihr Anwesen. Sie verschenken auch großzügig Ringe und Halsketten. Es entsteht sehr viel Verwirrung und viel Eifersucht, an der schliesslich alle schönen Damen scheitern. Die beiden Herren sind aber ganz zufrieden und bleiben unter sich. viel Eifersucht, an der schliesslich alle schönen Damen scheitern. Die beiden Herren sind aber ganz zufrieden und bleiben unter sich.
warum gescheitert: Die Geschichte kommt zu sehr an die Realität heran, die Phantasie des Betrachters wird nicht aktiviert und geht schliesslich unwiderruflich verloren. Vielen blieb das Lachen im Halse stecken. Ein trauriger Film, vom Anfang an zu fröhlichem Scheitern verurteilt! An unzählige große und kleine Festivals geschickt, noch nie angenommen worden.
Unser Kommentar: Der Stachel Ironie ist dort am schmerzhaftesten, wenn er durch Widerhacken eines
vermeintlichen Realismus größere Wunden reißt, als es Worte können.
The Upperlake Story ist Kintop der allerbesten Art.
Mit seinem vorsätzlich gespieltem Pathos führt er den Stummfilm zu seinen Glanzzeiten zurück.
Wenn wir unser geschultes Filmauge einmal außer acht ließen, könnten wir erkennen, das es in
der Filmsprache Archetypen gibt, die völlig unabhängig von Kultur, Religion und Herkunft sind.
Nicht nur die Charakterklischees wiederholen sich, nein, auch der Gebärden:
Das Motiv der Eifersucht, mit heranzoomendener Kamera auf den bösen geräuschlosen Blick,
auf das herbstzeitlose Hochziehen der Augenbrauen, auf das steife Blinzeln oder Herunterreisen
der Halsketten, mit Musik untermalt, suggestiert Hass, Freude, Anteilnahme, auf der platten
Spielfläche ungeübter Mimik.
So wird die Einstellung der Kamera zum eigentlichen Archetypus, zum Synonym all jener Gefühle,
die wir längst nicht mehr haben, oder anders: die von Clerasil betäubte Teenager, glauben zu haben.
Ja, hier wird die Leidenschaft im höchsten Maße abstrahiert.
Das zynische Objekt der Kamera reduziert jede Betroffenheit auf den Nullpunkt.
Das reale Leiden verzieht kein Gesicht, ist stummer, je größer der Schrecken.
Und die Differenz in dieser fundamentalen und medialen Erfahrung lässt uns den täglichen
tatsächlichen Horror als unwirklich erscheinen, als nicht vorhanden, als Täuschung.
Die Puppen in The Upperlake Story verziehen kein Gesicht, weil sie keines haben.
Sie haben keine Gefühle, keine Geschichte. Der Plot ist in einer Wort zusammenfassen: Dekadenz
Man kann den Film in 10facher Geschwindigkeit vorspulen und man hat ihn doch erfasst.
Das macht diesen Film zu einem genialen Streich in unserer schnelllebigen Zeit.
Erst bei genaueren Hinsehen packt einem die Ironie und die subtilen Anspielungen:
Immerwährede Strahlende Zahnreihen.
Gelangweilter Teenager, der permanent in die Kamera glotzt.
Öde , unbeteiligte Barromantik.
Ein Jüngling aus Piere Pasolinis Decameron, dekadent und strunz dumm.
JR und Co.
Und vieles mehr.
Wer an der Archäologie der Filmgeschichte, als Geschichte der Mimik und der
ästhetischen Reduzierung interessiert ist, sollte dieses Werk unbedingt für sich bergen
Gescheitert ist dieser Film als TV-Soup, aber auch nur dort...