Zaduszki - Allerseelen in Polen
Regie:  Kai von Westerman   Genre: Dokumentarfilm  Jahr: 2013    Format: HDV    Länge: 21 min
Kamera: K.v.W.    Drehbuch: Kai v.Westerman    Produzent: s.o.
Darsteller:  Kind, Mutter, Vater    
Ton: K.v.W.    Musik: Ursel Quint, Barry L. Roshto    Schnitt: K.v.W.    
Inhalt:  Ein kleiner Junge fährt mit seiner Polnischen Mutter und seinem Deutschen Vater zu Allerseelen nach Warschau. Geheimnisvoll leuchtet der größte Friedhof der Stadt im Kerzenlicht. Ein metaphysischer Besuch bei den Vorfahren, gesehen mit den Augen eines Kindes. Dritter Teil der Polnischen Trilogie.

warum gescheitert: Der Film stellt ein Ereignis radikal subjektiv dar und nicht formal ethnografisch, wie man soetwas eben Üblicherweise macht.

Unser Kommentar: Der Film beginnt im Dunkeln. Dadurch erhält die Stimme Gewicht. Das Kino verlangt Bilder. Viele Bilder, schnelle Bilder, verstörende Bilder. Eben Bilder. Abbilder, Verführungen, das SEIN FÜR SICH. Die Landschaft zieht vorüber. Das ist AN SICH wahrlich unbe- und gedeutend. Kai v.Westerman verweigert sich dem Film und wird dadurch der Demiurg einer Frischzellenkur. Seine Bilder sind eben keine Bilder, sie sind geliehenes Auge. Das eines Kindes. Und: wie angenehm weich und sanft doch die polnische Sprache ist! Fast mütterlich.