Homesick in Venice
Regie:  Henning Christiansen   Genre: Dokumentarfilm  Format: HD    Länge: 20 min
Kamera: Henning Christiansen, Matthias Faber    Drehbuch: Henning Christiansen    Produzent: Henning Christiansen
Darsteller: Mike Bouchet, Dawid Cymorek, Lars Nielbock u.a.    
Ton: Henning Christiansen    Musik: diverse    Schnitt: Henning Christiansen    webside: http://www.henningchristiansen.de/portfolio/homesick-in-venice/

Inhalt: Mike Bouchets „schwimmendes Haus“ für die 53. Biennale von Venedig im Jahr 2009 hat einige Aufmerksamkeit erregt – nicht zuletzt, da es vor Ort spektakulär gesunken ist. Der Film erzählt die Geschichte dieses amerikanischen Fertighauses von Beginn der Bauarbeiten an bis zum Sinken und anschließenden Retten und gewährt einen kurzen Überblick über die Frankfurter Ausstellung, wo die Überreste im Juni 2010 in der Schirn-Kunsthalle präsentiert wurden. Dabei handelt es sich nicht um eine klassische Künstlerdokumentation, denn der zweite Schwerpunkt des Films ist den Handwerkern gewidmet, die das Haus gebaut haben. Es entsteht eine atmosphärische Ton-Bild-Collage, die exemplarischen Einblick in die Produktionsprozesse von Gegenwartskunst gewährt und diese gleichzeitig reflektiert. Darüber hinaus ist es die Geschichte eines großen Abenteuers, das alle Beteiligten über seine Dauer hinweg gefesselt und bewegt hat.

warum gescheitert: Ist mir natürlich ein Rätsel! Ich vermute, das Thema war für Festivals und TV zu abseitig, und die freie Erzählform nicht konform genug. In dem Film stecken zwei Lebensjahre und sehr viel Herzblut, insofern würde es mich sehr freuen, wenn er doch noch mal vor Publikum liefe!

Unser Kommentar: Eine Illusion geht baden und hat das Handtuch vergessen! . Seit Schliengensief ist das Scheitern bei allen Kulturwächtern gesellschafttauglich geworden. Wenn Kunst aber wirklich scheitert, sprich wenn Kunst real wird, wird dieses schnell weggelächelt oder nach Raabser Art hemmungslos dem Hohn ausgesetzt. Gerade nach der subprime-Krise als Allegorie auf den amerikanischen Traum ein sehr lehrreicher Film, im Sinne, das Alles - wirklich Alles - außer der Traum selbst vergeblich ist