Regie:
Gianluca Vallero Genre: Drama Jahr: 2014 Länge: 22 min
Kamera: Aldo Gugolz Drehbuch: Gianluca Vallero Produzent: Gianluca Vallero
Darsteller: Anna Lisa Vallero, Victor Vallero, Lena Reinhold, Carlo Lojudice, Edie Samland, Emilio De Marchi
Ton: Christoph Engelke Schnitt: Annett Schütze
Inhalt: Vier Momentaufnahmen aus dem Alltag führen uns durch die Jahreszeiten des Lebens: zwei kleine Kinder gehen Hand in Hand bis ans Ende ihrer Tage und wir erleben die großen Gefühlen, die uns durch das Leben begleiten: Freundschaft, Hass, Liebe, Einsamkeit. Ein zeitloser Kreis, der sich langsam und unaufhörlich dreht. Die Menschen erscheinen hier nur als Randfiguren, verloren in einer seelenlosen Welt. Doch ihre minimalistischen Handlungen haben die Kraft uns in ihren Bann zu ziehen. Unsere Erinnerungen werden wach und Bilder und Klänge verwandeln sich in Vorahnungen, wie Echoes eines vergangenen oder zukünftigen Lebens.
warum gescheitert: Private Premiere in kleinem Kino, viele Freunde, Bekannte und Verwandte. Vorführung beendet: 100%ige Stille wie in einer Kirche bei einer Beerdigung. Ein einziger Freund traute sich, seine tiefe Gedanken über den Film zu äußern : "Ein interessanter Film" lachte er und ging. Nach ca. 30 Bewerbungen bei Filmfestivals nur eine Zusage: ein Kunstfestival in Sibirien. Also, durchaus ein gescheiterter Film über eine seelenlose, gespenstische Gesellschaft, die keine Kraft mehr hat, sich um die Menschen zu kümmern und sie als solche wahrzunehmen.
Unser Kommentar: Endschleunigtes Kino. Nur ein sibirisches Kunstfestival wollte diesen Film. Denn er fordert Stille, Introspektion, wie wir es aus den Museen alter Meister kennen. Er fordert die Fähigkeit sich selbst auszuhalten, die zähen Stationen des eigenen Lebens. Dann, erst dann werden die kleinen Dinge ganz ganz groß. Hin- und wegreissend dieses Gemälde.