alle Filme der 4.Staffel sortiert nach Titeln
Titel: abgesoffen
Regie: Annna Porzelt
Genre: kurzdramödie
Produktionsjahr: 2006
Produzent: Lisa Grözinger
Länge(min): 18
Ansprechpartner: Anna Porzelt
Inhalt: In „abgesoffen“ treffen vier Menschen in der zweiten Hälfte ihres Lebens für ein Wochenende aufeinander. Allesamt sind sie mehr oder weniger erfolgreiche Künstler, aber sie sind ausgebrannt, jeder musste sich irgendwie „arrangieren“. Ihr Leben ist auf verschiedene Arten miteinander verknüpft, trotzdem regiert bei diesem Treffen die unerträgliche Langeweile: Es ist alles bereits gesagt. Und dennoch versuchen sich längst nicht mehr zugelassene Gefühle ihren Weg durch die fassadenhafte Erstarrung zu bahnen...
Warum gescheitert: Warum wir abgesoffen sind...
Eigentlich hätte „abgesoffen“ ja „David“ heißen sollen und ein völlig anderer Film werden – das missglückte und sich stetig nicht bessern wollende Drehbuch dazu habe ich allerdings drei Wochen vor Drehbeginn in die Mülltonne getreten. Dementsprechend schnell musste „abgesoffen“ geschrieben, besetzt und gedreht werden. Der vierte Schauspieler sagte zwei Tage vor Drehbeginn zu – dementsprechend viele vorher ab. Einen Cutter, der die Auflage erfüllen wollte, die 16mm Arbeitskopie in knappen zwei Wochen am Steenbeck zusammenzuschneiden, habe ich an der Filmakademie nicht gefunden – zum Glück kam die wilde Hilde (Hildegard Schröder, Schnitt) mit ihrer lebenslangen Cuttererfahrung auf dem Buckel und hat mir das Ding zusammengeschustert – aber Hilde musste schnell wieder zurück nach München, von wo mein Dozent Christian Wagner grade kam, um den Film abzunehmen. Seine Änderungen, die ich heute noch bereue, ausgeführt zu haben, zerstörten die zeitgleich bearbeitete Mischung und eine Nacht vor der Präsentation (Bild war die Arbeitskopie und Ton ein Perfoläufer..) war der komplette Film asynchron.
Später wollte den Film kein einziges Festival herzeigen.
Das Thema des Films – sehen Sie selbst!
Kommentar: Erfolg macht sexy und Künstler sind schlecht ernährt. Diese Diskussion ist so alt, wie der Streit, ob die Kunst frei oder nur Handwerk sei. Der sensible Künstler ist der ewige Verlierer! Scheinbar! Denn Gegensätze ziehen sich an. So treffen sich am Ende der Illusionist mit der Managerin und der erfolgreiche Regisseur geht leer aus. Sinnigerweise in der Sauna. Mit 16mm zu drehen ist bekanntlich teuer, so wird jedes Zipfelchen bis auf das letzte Bildchen ausgenutzt. Das hat nicht nur Charme, sondern ist auch das Elixier aller Sehnsüchten junger Filmemacher. Wenn mans mag.
Titel: Affenbarbier
Regie: Anja Marquardt
Genre: Comedy
Produktionsjahr: 2006
Produzent: Henriette Bornkamm
Länge(min): 7
Ansprechpartner: Henriette Bornkamm
Inhalt:
Warum gescheitert: Der Film lief auf keinem Festival. Ich wurde von meinen Kamera-Profs wegen jedem einzelnen Detail des Films so niedergemacht, dass ich deswegen mein Studium abgebrochen habe. Obwohl der Dramaturgie-Prof das Drehbuch vor dem Dreh super fand, hat er nach dem Sichten gesagt, dass das die schlechteste Geschichte ist, die er je gesehen hat. Ich bin nach zwei Jahren immer noch nicht schuldenfrei. Ich habe mich unmittelbar nach dem Dreh 4 Monate lang nur von Spaghetti mit Pesto ernährt, weil ich so pleite war. Ich habe seither kein Projekt mehr aus Freude und Idealismus gemacht, sondern nur noch Kommerz.
Kommentar: Irgendwie wird man das Gefühl nicht los, als hätte Wolfgang Clement hier ins Drehbuch gespuckt. Junge Leute sind faul und schlampig und überhaupt ausbildungsunfähg. Früher schwang der Oberlehrer die Peitsche, heute zahlen Hartz4sklaven mit harter Währung, wenn sie sich weigern, auch nur die dümmste Stelle anzunehmen. Sei es Pornostücke für Affen zu schreiben, sei es diese auch aufzuführen. Das geht nur im knuteligen Berlin.
Titel: ahsojagut.ok
Regie: hubert sielecki
Genre: experimentalfilm
Produktionsjahr: 2004
Produzent: hubert sielecki
Länge(min): 3
Ansprechpartner: hubert sielecki
Inhalt: aus der orf-fernsehsendung "frisch gekocht ist halb gewonnen" (drei mal täglich) nur die emotionslaute, also eigentlich wurde alles "unwesentliche weggelassen". dieser film wurde ausschließlich dazu produziert, um den betrachter genuß und freude zu bereiten.
Warum gescheitert: ablehnungen bei festivals und aus dem repertoire geworfen.
Kommentar: Auch wenn Reich-Ranitzki mit seinem desolaten Sitzfleisch unabsichtlich uns eines „Besseren“ belehren wollte. Fett schwimmt oben. Sowohl im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, als auch in deren Volks-Bratereien. Gottschalk und Konsorten dürfen unbehelligt und vor unabwählbar weiter machen. Denn wenn mans es nur oft genug wiederholt, dann „wird alles gut“, achsogut.Ok?
Titel: ARBEITSLOS
Regie: Marcel Lehmann
Genre: Drama
Produktionsjahr: 2007
Produzent: Marcel Lehmann
Länge(min): 8
Ansprechpartner: Marcel Lehmann
Inhalt: Herr Heinrich ist Angestellter in einer Arbeitsagentur. Er liebt es seine Macht auszuspielen. Dies wird ihm zum Verhängnis, als er eine neue Mitarbeiterin einarbeiten muss.
Warum gescheitert: Habe mich mit diesem Film sowohl an drei Filmhochschulen als auch bei verschiedenen Festivals beworben. Dort wurde er überall abgelehnt. Vermutlich aufgrund geringer technischer als auch dramaturgischer Qualität.
Kommentar: Wie man in Wald ruft, so hallt es zurück, heisst jenes Sprichwort, welches den Menschen belehren will, der umbedacht Andere schädigt. Ein hehres Wort, gilt aber leider nicht für die meissten Schreibtischtäter mit und ohne Amt. Für alle Anderen gilt: Mensch wird nur, wer scheitert.
Titel: AstroEuros
Regie: Jürgen Hoppmann
Genre: Alternative, Drama, Religious, Undergrou
Produktionsjahr: 2006
Produzent: Jürgen Hoppmann
Länge(min): 90
Ansprechpartner: Jürgen Hoppmann
Inhalt: AstroEuros ist eine gänzlich unwahre Verschwörungsgeschichte über den EURO und dunkle Finanzintrigen in der Deutschen Regierung. Lilith, im Ministerium arbeitend, gerät in einen Strudel von Schikanen und Intrigen. Ein verschlafener Flohmarkttöpfer aus der früheren DDR versucht, ihr zu helfen. Eine kuriose Satire im "Old Europe" der Jetztzeit.
Warum gescheitert: Gründe weiß ich nicht. Entweder liegt es an der Qualität oder an der esoterisch ausgerichteten Erzählstruktur oder der Euro-kritischen Thematik. In den USA bekam der Film mehrer Preise. Es war jedoch nicht möglich, den Film auf einem deutschsprachigen Festival zu platzieren.
Kommentar: Eine leicht verschrobene Verschwörungstheorie in 12 kafkaesken Bildern.
Titel: Botschafter ihres Volkes - die Rapper Senegals
Regie: Hans-Jörg Heinrich
Genre: Dokumentation
Produktionsjahr: 2005
Produzent: Hans-Jörg Heinrich
Länge(min): 86
Ansprechpartner: Hans-Jörg Heinrich
Inhalt: Botschafter ihres Volkes – die Rapper Senegals
Videodokumentation von Hans-Jörg Heinrich
Senegalesische Rapper klagen in ihren Songs die Politiker an, wettern gegen Korruption und Vetternwirtschaft. Sie singen über die hohe Arbeitslosigkeit und die Armut im Lande und fordern bessere Chancen für die Zukunft. Die Rapper Westafrikas sind die Stimme ihrer Generation. Sie thematisieren Korruption, Prostitution und die Ignoranz der westlichen Welt gegenüber den Problemen Afrikas. Die Musiker sehen sich als Sprachrohr der Bedürfnisse der jungen Leute in Westafrika. Sie greifen in ihren Liedern die Verantwortlichen an, um sie zum Handeln zu bewegen. Afrikanischer HipHop ist bisher nur ein paar Spezialisten bekannt. In vielen afrikanischen Ländern, vor allem in West- und Südafrika, wächst sein Renommee dagegen zusehends. In Interviews, Proben, Konzertmitschnitten und auf den Straßen vermittelt der Film die konsequente Einstellung der Rapper in ihrer engagierten Haltung zu Missständen in ihrem Land und distanzieren sich damit vom amerikanischen Gangsterrap. Neben vielen anderen Gruppen treten DaaraJ, Alif, BMG 44, PEE FROISS und die älteste senegalesische Gruppe POSITIVE BLACK SOUL beim internationalen Rapfestival in Dakar auf, unterstützt von dem französischen Rapper Passi. In einer mitreißenden Show bringen sie das Centre Culturel Francais zum Kochen.
Senegal / Deutschland, 2005; 86 min.
Warum gescheitert: Ich habe den Film in den letzten drei Jahren mehreren deutschen und ausländischen TV-Sendern angeboten, die jedoch alle anlehnten. Entweder passte der Film nicht in das Programmschema (weder eindeutig Konzertfilm noch klassische Dokumentation) oder den Redakteuren gefiel die Machart nicht. Auch wurde bei den Themen Musik oder Afrika schnell abgewunken. Bei diversen Filmvertrieben angefragt fanden alle das Thema zu schwierig zu vermarkten. So habe ich wenigstens in mühsamer Kleinarbeit erreicht, dass dieses mir wichtige Thema in einigen Kulturzentren und Kinos gezeigt werden konnte. Außerdem biete ich den Film auf meiner website an.
Kommentar: Ob der Rap tatsächlich seinen Ursprung im Senegal hatte, sei dahingestellt. Das er als Kata-lysator junger Träume für eine bessere, sprich wohlhabendere Zukunft dient, dürfte klar sein. Die afrikanisch-erfrischende Unbekümmertheit macht auch vor Sponsoren, wie Coca-Cola nicht halt. Die Mächtigen haben dazugelernt, aufmüpfige Musik ist nicht per se revolutionär und kann durchaus als Opium fürs Volk daherkommen. Keine Mollis, keine Massenstreiks und eigentlich auch keine richtige Wut im Bauch, wenn auch der Synchronsprecher ganz besonders cool klingen will. Bemerkenswert ist dennoch ein wichtiger Aspekt: rappende Mädels von einem Deutschen in das Heil bringende Business des Show-Geschäft gerettet. Und das alles in einem moslemischen Land, ganz modern: tanzende Derwische.
Titel: City of Hate
Regie: Daniel Köhler
Genre: Videoclip
Produktionsjahr: 2008
Produzent: Filmclub Gera-Pforten e.V.
Länge(min): 4
Ansprechpartner: Michael Werner
Inhalt: Ein Videoclip über Ungerechtigkeit im Alltag
Warum gescheitert: Geplant war die Einreichung des Clips zu Viva und mehreren Kurzfilmfestivals. Unmittelbar nach Fertigstellung im April 2008 verließ der Sänger die Band. Dadurch sind wir am Überlegen, ob wir "City of Hate" überhaupt noch irgendwo bei einem Filmfestival einreichen werden. Wenn die Band nicht mehr komplett ist, dann ist aus unserer Sicht(Filmclubs Gera-Pforten e.V.) nicht nur der komplette Videoclip zum Scheitern verurteilt, sondern auch die gesamte Band "Neckbreaker".
Kommentar: Das Mikro an der Lippe, den Unterkörper in kopulationsartiger Bewegung. Mit Liebe gegen den grauen Alltag, gegen Hass und Stumpfsinn. Mal mit Glatze, mal ohne, Eitelkeit kennt keine Grenzen. Die Botschaft hört ich wohl, allein mir fehlt der Sinn.
Titel: Das Ende und die Zeit
Regie: El Moshinszky
Genre: surreales Drama
Produktionsjahr: 2005
Produzent: El Moshinszky, Sönke Busch
Länge(min): 26
Ansprechpartner: El Moshinszky
Inhalt: Der aufgeblasene Jungphilosoph Jonathan Spiegel wird während einer Diskussion plötzlich auf unerklärliche Weise mit seinem Alter Ego Lohmann konfrontiert. Dieser entführt ihn an einen Ort, wohin, wie er selbst sagt „nicht einmal der Wille Gottes reicht“. Spiegel wird von Lohmann vor die Wahl von 24 Ausgängen gestellt, um diesen Ort zu verlassen.
Doch seine Entscheidung, kann, wenn einmal gefällt, nicht mehr rückgängig gemacht werden...wie wird sich Spiegel entscheiden?
Warum gescheitert: Der Film thematisiert das Scheitern eines Charakters aufgrund von Unentschlossenheit. Aus Angst, eine falsche Entscheidung zu treffen, trifft dieser letztlich gar keine Entscheidung und wird alt und immer älter...ohne etwas zu erreichen.
Weiters ist Das Ende und die Zeit als im Grunde recht aufwendig produzierter Film an der Vermarktung gescheitert. Zwar gab es die eine oder andere Festivalteilnahme, dennoch ist das Ende und die Zeit ein wenig in der Versenkung verschwunden. Schade, ist er doch eine Parabel auf die heutige Zeit, wo wir mehr denn je an Angebot haben, uns aber oft nicht für eines entschließen können...
Kommentar: Philosophie, zumindest im klassischen Sinne, hat sich nie mit dem Film vertragen. Sind doch die Allgemeinplätze verstiegener Weltsichten selbst für den hart gesottesten Steppenwolf der Bühne kaum verständlich. Dennoch: wenn man sich für einem Moment einlässt und die überkommene Metapher der Türen beiseite lässt, dann kann man den kleinen Wandel empfinden, der die große Welt bewegt. Schön das es noch solche Filme gibt, die von der Zeit handeln, auf die wir alle warten.
Titel: DAS LEBEN IST KEINE AUTOBAHN
Regie: Dennis Albrecht
Genre: Drama
Produktionsjahr: 2008
Produzent: Dennis Albrecht
Länge(min): 81
Ansprechpartner: Dennis Albrecht
Inhalt: Ein Unfall auf der Autobahn, erzählt aus vielen verschiedenen direkten und indirekten Perspektiven.
(mehr siehe Postsendung)
Warum gescheitert: Bisher nicht verkauft oder auf Festivals aufgenommen. Vorproduziert ohne Förderung, Vertrieb oder größerer Produktion. Hatte in früheren Versionen Erzählfehler.
Produzent hat eingesehen, dass er kein guter Verkäufer ist, sondern eher Filmemacher ist.
(mehr siehe Postsendung)
Kommentar: Der Testfahrer einer großen deutschen Autofirma bringt durch riskantes Fahren eine Mutter mit ihrem Kind um. Diese offizielle Medien-Geschichte kennen wir! Aber so brennend ausgefeilt die unterschiedlichen Lebensperspektiven aller Protagonisten - ob direkt oder indirekt beteiligt - so einfühlsam zu reflektieren, ist hier meisterhaft geglückt. Fern ab von jeder rechtlichen oder moralischen Beurteilung wird hier die elementarste Seite dieser Tragödie erzählt: die menschliche. Wer ist Täter, wer Opfer? Die Krisis verwischt jede Grenze. Diese kleinen philosophischen Menschsein-Diskurse werden sich ihren Weg in die Köpfe vieler Filmliebhaber bohren.
Titel: Der Anner und sei Mudder
Regie: Philipp Hartmann
Genre: Dokumentarfilm
Produktionsjahr: 2008
Produzent: Philipp Hartmann
Länge(min): 3
Ansprechpartner: Philipp Hartmann
Inhalt: Der Anner isch aus KArlsruh. Jetzt wohnt er wo annerschder, aber immer wieder kommt er gern nach Karlsruh zurück, um mit seinere Mudder e Flüpperle zu rauche. Und eines Tages ischs vorbei, mit dene Flüpperle...
Warum gescheitert: In dem Film habe ich meine Erfahrung, nach 23 Jahren mit dem Rauchen aufzuhören, verarbeitet. Die humorvolle Auseinandersetzung mit meinem LEiden ohne die gewohnten Zigaretten half mir, über die schwierigen ersten Monate ohne "Flüpperle" hinwegzukommen. Film gut, Ende gut, alles gut... sollte man meinen, doch nach 5 Monaten fing ich eines TAges schleichend wieder mit dem Rauchen an und bin heute wieder - Kettenraucher. Versuch, die gesundheit zu schonen gescheitert und damit auch der Film, denn die Realität hat diesen Dokumentarfilm überholt...
Kommentar: Rauscht du noch? Oder lebscht Du schon? Das ist hier die Frage, ob´s edler ist, die Pfeil und Bögen der wütenden Sucht erdulden oder durch einen Streich sie enden.
Titel: Der Goldene Nazivampir von Absam 2 – Das Geheimnis von Schloß Kottlitz
Regie: Lasse Nolte
Genre: Comedy/Drama
Produktionsjahr: 2007
Produzent: Martin Blankemeyer
Länge(min): 45
Ansprechpartner: Jost W. Vinke
Inhalt: Wenn es nach General Donovan ginge, dann würde sich der Militärgeheimdienst der Vereinigten Staaten um wirklich wichtige Dinge kümmern, denn von denen gibt es im Oktober 1942 mehr als genug. Laßt die Waffen-SS doch nach Atlantis forschen und nackt germanischen Druidenriten frönen – wer glaubt schon an okkulte "Wunderwaffen"? Doch wohl kein vernünftiger amerikanischer Patriot – höchstens William Blazkowicz, der einzige Brillenträger des Geheimdienstes.
Und doch... kann man eindeutige Warnungen ignorieren? Filmaufnahmen? Beweise?
Was geht wirklich vor im Schloß von Kottlitz? Wer tötete Smokey Savallas? Wonach forscht das "Ahnenerbe der SS"? Wer hat das Gerippe von Graf Dracula aus der Walachei verschwinden lassen? Was verbindet einen fanatischen SS-General, unterirdische Laboratorien voller deutscher Wissenschaftler und eine Grube mit geschmolzenem Gold?
Fragen über Fragen – und ausgerechnet William Blazkowicz wird in die Alpen geschmuggelt, um Antworten zu finden. Aber was ihn auf Schloß Kottlitz erwartet, hätte niemand auch nur im Traum ahnen können...
Warum gescheitert: Es sollte der ganz große Wurf werden - ein Befreiungsschlag für alle Genrefilmer an der Filmhochschule München. "Der Goldene Nazivampir von Absam 2" war nach Jahren der Demütigung geplant als die schallende Ohrfeige für all jene Schöngeister, die von oberster Ebene an der HFF München sperriges Kunstkino und abstrakte Publikumsbeleidigungen als einzige Möglichkeit deutschen Kinos förderten.
Es kam, wie es kommen musste - ein Jahr Kampf mit der Drehbuchberatung (die schließlich aufgab und dem Professor empfahl, den Film nicht realisieren zu lassen), ein gutes halbes Jahr Suche nach Produktionsstudenten, begleitet von einer enormen Öffentlichkeitsarbeit - Webseite, Podcast, Werbeflyer an der Hochschule. Nach zweieinhalb Jahren permanenter Arbeit war der 45-minütige Tritt in den bequemen Hintern der Kurzfilm-Leitkulturgestalter fertig. Sein erwarteter Festivalerfolg, seine Pressereaktionen sollten zeigen, dass es möglich ist, dass harte Arbeit - auch bei einem Genrefilm - letztendlich doch goutiert werden kann und wird. Es sollte allen Genrefilmern, die sich innerhalb der Filmhochschul-Meinungsdiktatur versteckt hielten, zeigen, dass es auch anders geht.
Aber es ging nicht anders.
Verhaltenes Echo, keine öffentliche Wahrnehmung. Kein Festival interessierte und interessiert sich für das Ergebnis jahrelanger Arbeit. Das Diplom konnte der Regisseur nur nach massiver Auseinandersetzung mit der Prüfungskommission erlangen - es war für HFF-Verhältnisse miserabel.
Übrig blieben von der glühenden Ambition nur ein wunderbarer, 45-minütiger Film. Keine Festivalpreise, keine Redakteursanfragen, kein Produzenteninteresse - und die Schulden, die wir privat auf uns luden, um den Film fertigzustellen.
Kommentar: An diesem Nazi-Klamauk hätte Polanski seine helle Freude gehabt. Die düsteren Szenen täuschen nicht darüber hinweg, dass es sich dennoch um ein ernstes Thema handelt: Okkultismus in Heer und Hose. Keine versteckte Blechtrommel(Grass), kein doppelter Boden, der Zauber dringt mit platter Gewalt ins Reich des Bösen und zwingt die Hakenkreuzler mit dem Christuskreuz nieder. Super Besetzung und latent eigensinnig, mit ausgefeielter Kulisse. So macht Scheitern Spass: intelligentes Drehbuch.
Titel: Die Bar
Regie: Claudia Holz
Genre: Thriller/Drama
Produzent: Filmakademie Baden-Württemberg
Länge(min): 33
Ansprechpartner: Claudia Holz
Inhalt: Als Kristina einen lukrativen Job als Bardame in einem Hotel angeboten bekommt, ahnt sie noch nicht, was ihr bevorsteht. Während eines Würfelturniers soll sie die ausschließlich männlichen Gäste bedienen. Privater Kontakt zu den Spielern ist natürlich tabu. Deshalb muss das Verhältnis, das Kristina zu einem der Spieler pflegt, geheim bleiben. Doch in was für eine Gemeinschaft ist sie da hineingeraten, und um was geht es eigentlich in diesem Spiel?
Warum gescheitert: Zunächst ist es schwierig einen Thriller an einer Hochschule zu produzieren und dafür von Sendern usw. ernst genommen zu werden. Kein Öffentlicher Fernsehsender hatte auch nur annähernd Interesse an dem Stoff. Eine Festivalauswertung bei renommierten Nachwuchsfestivals war unmöglich. Einräumen muss ich, dass wir zumindest für den Deutschen Kamerapreis 2007 in der Kategorie Schnitt nominiert wurden, allerdings auf Grund der Länge von nur ca. 30 min. keine Chance auf den Preis hatten. Der nächste Punkt: das eigene Scheitern! Als Langfilm geplant und im Schnitt mit zunächst 50 Minuten viel zu langatmig und damit für dröge befunden, haben wir uns nocheinmal zusammengerissen und eine knackige 30-Minuten-Fassung geschnitten. Allerdings waren unsere Sponsoren verständlicherweise nicht sehr erfreut, dass das Ding jetzt 20 Minuten kürzer wurde, als eigentlich geplant.Drittens: Viele der Charaktere, die ich interessant finde und über die ich meine Geschichten erzähle, sind gescheitere Figuren im Leben. In dem Film "Die Bar" werden nur gescheiterte Gestalten erzählt. Da ist die Ex-Prostituierte, die gerne an die wahre Liebe glauben möchte und nicht merkt, dass sie damit in ein tödliches Spiel gerät. Und da sind die Männer, die nur dann einen Kick in ihrem Leben erfahren, wenn sie um das Leben einer Frau spielen.
Kommentar: Männerphantasien unterscheiden sich von den der Frauen in dem Umgang mit dem Geheimnis. Während die männlichen Artgenossen offen und direkt das Opfer ihrer Begier ins Auge fassen, umhüllen die weiblichen Beutetiere ihre Geschichten unter dem Mantel der Subtilität. Ich vage zu behaupten, dass der Thriller seinem Wesen nach weiblich, der Horror oder Splatter eher männlich ist. Claudia Holz möge mir den platten Gendervergleich verzeihen, aber ihr Pferdeflüstern hat mich auf den unterschiedlichsten Ebenen meines Seins in den Bann gezogen. Schön für uns, das Nachwuchsfestivals Tomaten auf den Augen haben.
Titel: Die Besucherin
Regie: Wasiliki Noulesa
Genre: experimenteller Kurzspielfilm
Produktionsjahr: 2002
Produzent: Wasiliki Noulesa
Länge(min): 12
Ansprechpartner: Wasiliki Noulesa
Inhalt: Eine Frau lässt ihren Koffer plötzlich stehen, geht in eine Galerie Metzger rein und fragt den Künstler nach Fleisch. Der Mann versucht kurz "mitzuspielen" doch ihm wird es zu blöd und versucht sie zu ignorieren. Die Frau versucht ihn zu animieren und dann sieht der Mann ein weißes Kaninchen und spielt der Frau etwas vor, sie freut sich und will direkt auf einem Teppich losfliegen, das findet der Künstler wieder doof und wieder bremst er sie aus. Doch sie gibt nicht auf, probiert es mit Erotik, der Mann bleibt dabei, dass sie hier falsch ist. Sie wird jetzt aggressiv doch der Mann bleibt unbeeindruckt, dann gerät in eine Krise und er kommt ihr näher, doch es hilft nichts. Beide kommen nicht weiter und geben auf, sie geht wieder zu ihrem Koffer und läuft weiter. Der Mann läuft ihr hinterher schenkt ihr ein weißes Kaninchen und es kommt ihre Stimme aus dem Off.
Warum gescheitert: Das scheitern der frau auf Ihrer Suche nach kreativem Spiel, der erfolglose Künstler der nicht mehr kreativ sein kann und an der Forderung der Frau scheitert, sollte auch auf der filmischen Erzählstruktur gezeigt werden, also habe ich die Erzählstruktur auch auf der Filmebene gebrochen um das Gefühl des Scheitern zu vermitteln. Am ende ist man recht fraglos und so fühlt sich oft Scheitern an. Das war für die Festivals wohl zu experimentell. Wie für ein Festival ein experimenteller Kurzfilm sein sollte, konnte mir bisher niemand sagen.
Kommentar: Man sollte meinen, Künstler könnten mit Metaphern souverän umgehen. Das war früher einmal so, als der Kunstmarkt deren Eigenarten noch nicht begradigt hat. Als Kunst noch von arte und nicht von Können kam. Er will nicht fliegen, so kann er auch nichts verpassen, außer stumm Hasen zu verschenken. Beuys lässt grüßen.
Titel: Die Spendenfuzzies
Regie: Detlef Kerkau
Genre: Böse Satire/Animation
Produktionsjahr: 2008
Produzent: Detlef Kerkau
Länge(min): 7
Ansprechpartner: Detlef Kerkau
Inhalt: Ein gescheiterter Politiker wird in der Schweiz in einem Hotel in der Badewanne ertränkt. Die Gründe für sein Ableben durch "Waterboarding" ist bis heute mysteriös und der Film beschäftigt sich spekulativ mit einer Mordmotivtheorie und der
Warum gescheitert: Der Film selbst ist nicht gescheitert, sondern er beleuchtet das Scheitern staatsanwaltlicher Ermittlungen einen Mordfall an einem gescheiterten deutschen Ministerpräsidenten aufzuklären. Zum Zeitpunkt der Tragödie wussten die Ermittler noch nichts von den schwarzen Kassen und Konten der CDU. Das kam erst 15 Jahre später an das Tageslicht. Darum wurde damals auch nicht in diese Richtung ermittelt. Aus heutiger Sicht bildet sich da ein Motiv, denn 'zufällig' starb Herr Barschel in einem Hotel, dass ganz in der Nähe zu der Bank mit den schwarzen CDU Kassen und Konten lag. Angesichts einer kommenden Bundestagswahl hatte die CDU viel zu verlieren. Denn wäre damals die Kassenlage aufgeflogen, dann wäre Deutschland wohl die Jahrzehntelange und ruinöse Politik der Kassenswingerei der Herren Kohl und Schäuble erspart geblieben. Wer rechtsbrecherisch schwarze Kassen und Konten und Millionenhöhe pflegt, ist auch zu einem Mord fähig ! Machterhalt und Geld, zusammen mit der Gefahr, dass das illegale Tun auffliegt - ein besseres Mordmotiv gibt es nicht. Nun, der Film stellt eine mögliche Mordhypothese auf, wie es gewesen sein könnte. Herr Schäuble hat damals brutalstmögliche Aufklärung versprochen und gelogen. Dieses Versprechen wurde bis heute nicht eingehalten, obwohl er als Innenminister ja sämtliche staatlichen Instrumente dazu zur Verfügung hat. Auch drücken sich bis heute Herr Schäuble, Frau Merkel und die CDU um die Zahlung des diesbezüglichen Strafgeldes - obwohl ihnen ja die Sanierung der Staatskasse so wichtig ist ? Dieses Verhalten und das beharrliche Schweigen des Herrn Kohl, lässt ja erst solche Vermutungen entstehen. Zum Schluss möchte ich hier aber ausdrücklich betonen, dass alle in dem Film gezeigten Vorgänge spekulativ und frei erfunden sind und jegliche Ähnlichkeit mit lebenden und verstorbenen Personen rein zufällig ist.
Kommentar: Dieses kleine Agipröpchen aus der Nachkohlära soll Licht ins Dunkel der schwarzen Kassen bringen. Nur wer macht das Licht wieder aus, wenn diese verstiegene Verschwörungstheorie Allgemeingut wird? Der Synchron ist ausbaufähig.
Titel: Die verlorene Sonnenwende
Regie: Tom Wagner & Bernd Mohr
Genre: Spielfilm
Produktionsjahr: 1995
Produzent: Tom Wagner & Bernd Mohr
Länge(min): 56
Ansprechpartner: Tom Wagner
Inhalt: Tag für Tag macht sich ein kleines Mädchen auf den selben langen
Weg. Geduldig und unverdrossen schleppt sie ihre Gießkanne auf einen Berg,
um dort einen vertrockneten Baum zu wässern und den sterbenden Eremiten zu
versorgen. Für das kleine Mädchen ist er eine Figur ihrer Geschichte, einer
von drei Brüdern, die das Land der Sonnenzeit verlassen haben, um ihr Glück
zu suchen.
Warum gescheitert: Ablehnung durch TV-Sender
Kommentar: Dieser Märchen-Film ist für TV-Schmalbrett-Sender nicht geeignet. Zu verdichtet fordert er den Zuschauer zum gekonnten Hinschauen. Die Jungfrauenquelle oder Tarkovsky fallen mir ein, zu den holzschnittartigen Einstellungen über Bewegung und Zeit. Dieser Film fordert Zeit, gibt sie aber auch.Schweigend.Weise.
Titel: Don Quichotte auf seiner unbekannten Reise..."Kampf dem Drachen"
Regie: dito
Genre: Stummfilm
Produktionsjahr: 2007
Produzent: dito
Länge(min): 9
Ansprechpartner: Falko Seidel
Inhalt: Im zweiten Teil der angestrebten Serie trifft Don Quichotte auf einen mächtigen Gegner - den Drachen, der ein ganzes Land verwüstete. Sancho ist der Meinung, dass es sich bei dem Drachen nur um einen Kohlebagger handelt. Doch es kommt unweigerlich zum Kampf und zur Eskalation.
Warum gescheitert: Schon der erste Teil dieser Filmreihe lief auf dem Festival des Gescheiterten Films. Auch von diesem kann man mit Fug und Recht behaupten, er ist gescheitert. Wer will denn schließlich den zweiten Teil eines Films auf seinem Festival haben, wenn er nichtmal den ersten wollte.
Auch hier ist das Format Super8. Die Kameraeinstellungen wie die Musik sind noch experimenteller - keine guten Voraussetzungen, um dem Scheitern diesmal zu entgehen.
Kommentar: Falko Seidel hat es mal wieder geschafft den Komplexen Mythos des „Traumtänzers ohne Grenzen“ auf so humorvolle Weise umzusetzen und ist stilistisch inzwischen fast zum eigenen Genre gereift. Vor 100Jahren wäre er der Megastar am noch dunklen Cineastenhimmel: Eine verwirrte Prinzessin in der Sandwüste! Don Quichotte hätte nicht mit ihr plauschen, sondern sie zurück in die Klinik bringen sollen. Doch er kämpft gegen Bagger statt Windmühlen an. Wann, bitte, kommt die nächste Folge?
Titel: Faites Vos Jeux
Regie: Filmgruppe Chaos
Genre: experimenteller Unterhaltungsfilm
Produktionsjahr: 2002
Produzent: Filmgruppe Chaos
Länge(min): 90
Ansprechpartner: Karsten Weber
Inhalt: Ein abendfüllendes Werk der Filmpiraterie. Der Beutezug, durch die Welt des bewegten Bildes, angefangen beim Amateurfilm und dem Künstlervideo über Werbeclip und Tagesschau bishin zu Hollywood und Bollywood, entführt er den Zuschauer auf eine Zeitreise. Eine Reise aus den 70er Jahren, bis in die Zukunft, mit einem besonderen Blick auf Musikkultur, Medien und Moden und politische Ereignisse. Ein Unterhaltungsfilm experimenteller Verwirrung, plumper Witze, künstlerischer Fehlgriffe und zynischer Kommentare.
Warum gescheitert: Wir haben gehofft von Disney oder einem anderen Studio oder Produzenten verklagt zu werden. Auch wenn wir vom Deutschlandfunk deshalb live (von der Photokina) zu unserer Haltung zum Urheberrecht interviewt wurden, wollte uns niemand verklagen. Wir begeisterten nur Kinobetreiber, die den Film fast ausnahmslos vor fast leerem Saal zeigten.
Kommentar: Rauschenberg hatte das gleiche Problem: er kopierte ein Comic und wurde weltberühnt. Der Kontext macht die Kunst. Trotz mentaler Anpassungsdivergenzen durchaus sehenswert, dieser höchst suggestive Bildertrip aus der Kellerkiste der 68zigern mit Postbaaderischen Nachwehen. 90min gefühlte Unendlichkeit. Hinsetzen Augen zu und träumen. Und Nachsicht....
Titel: Geh mit mir - sexuelle Ausbeutung von Frauen
Regie: Marion Pfeifer
Genre: Dokuspiel
Produktionsjahr: 2006
Produzent: Marion Pfeifer
Länge(min): 30
Ansprechpartner: Marion Pfeifer
Inhalt: Nach Zahlen der EU werden jährlich eine halbe Million Frauen und Kinder in Westeuropa in die Prostitution gezwungen. Weltweit handelt es sich bei Zwangsprostitution um einen kriminellen Sektor mit der drittgrößten Wachstumsrate. Menschenhandel ist eine extreme Form des organisierten Verbrechens und trotz Rekordumsätzen kaum im Bewußtsein der Bevölkerung. Im ersten Teil des Films werden anhand von vier Einzelschicksalen die Strukturen des organisierten Verbrechens aufgezeigt. Grundlage: Menschenhandelsprozessakten. Im zweiten Teil bedient sich die Regisseurin artifizieller Elemente um den Prozess des Leidens aus der Sicht des Opfers aufzuzeigen. Quellen: Manfred Paulus, Oberkommissar BKA, Dr. Sr. Lea Ackermann, Hilfsorganis. Solwodi, Inge Bell "Frau Europas 2007" führende Journalistin und Filmemacherin zum Thema Frauenhandel, hat sich als Beraterin und Sprecherin zur Verfügung gestellt.
Warum gescheitert: Film ist nicht gescheitert, s. u.
Gescheitert sind die Institutionen, die dem organisierten Verbrechen so gut wie nichts entgegenzusetzen haben. Falls du detailliertere Informationen über Rechtsprechung, Opferbetreuung etc. benötigst kann ich dir gerne Auskunft geben.
Kommentar: Vielleicht braucht es solch plakative Darstellung, um auf das brennende Problem aufmerksam zu machen. Schlimm ist auch, dass diese moderne Versklavung in anderen Ländern und auch für Männer gilt. In Kuba bedienen knackige Fidelsöhne frustrierte Frauen aus Europa, um ihre ausgehungerte Familien durchzubringen. Es ist an der Zeit, und hier greift der Film völlig richtig, das Thema zum ständigen Tagesordnungspunkt der UN zu machen. Herr Friedman, sind eigentlich zugekokste Illegale nicht auch irgendwo Zwangsprostituierte? Es geht durch alle Schichten. Klären wir weiter auf: Versklavte Frauen brauchen eine Stimme.
Titel: Geschlossene Gesellschaft
Regie: Franz Indra
Genre: Experimenteller Kurzfilm
Produktionsjahr: 2006
Produzent: Franz Indra
Länge(min): 5
Ansprechpartner: Franz Indra
Inhalt: Verlassene Klinikflure - nur das Nachthemd am Leib - Stimme im Kopf
Warum gescheitert: erstens - monatelanger Streit nach dem Dreh mit der Hochschule, zumindest das zugesagte Geld zu bekommen (mit dem Effekt, daß es eine Versicherung gibt, bei der ich meine Drehs in Zukunft nicht mehr versichern kann)
zweitens - lief auf keinem Festival
und natürlich drittens - die Hauptfigur scheitert
Kommentar: Das gleichnamige Kammerspiel von J.P.Sartre spielt in der Hölle. Dieser Film auch. Nur das die Protagonistin keine zweite Chance bekommt in der Sekunde zwischen 23:30 und 3:40. Nichts für zarte Nerven.
Titel: Helikopter Hysterie
Regie: hagen Klaile
Genre: Dokumentation
Produktionsjahr: 2007
Produzent: hagen Klaile
Länge(min): 11
Ansprechpartner: hagen Klaile
Inhalt: Heinrich Dubel hält Vorträge über Helikopter. Heinrich Dubel schreibt Bücher über Helikopter. Heinrich sammelt Helikopter Devotionalien. Heinrich fotografiert Helikopter. Heinrich bewertet die Geschichte des Helikopters neu.
Heinrich setzt sich künstlerisch mit Helikoptern auseinander.
Dieser Film zeigt einen kleinen Einblick in seine Bilder, seinen Auftritt und seine Art, sich dem Helikopter zu nähern. Irren, Stürzen, Taumeln - ein Rausch.
Warum gescheitert: Dieses Projekt ist das wichtigste in meinem Leben. Es war unendlich schwer überhaupt etwas Geld zu bekommen und loszulegen. Da ich mich erratisch dem Phänomen Helikopter nähern will, muss ich auch alles scheitern in Kauf nehmen. Aber langsam wird es hart - kein Festival hat den Film bisher aufgenommen und dieser Film - der letze Film den es geben muss steht wie immer auf der Kippe.
Besonders schön ist eine Begebenheit, wie ich zur Filmförderung kam: nachdem das Vorhaben dreimal abgelehnt wurde, saß durch Zufall ein Freund von mir in der Jury! GLück muss man haben.
Kommentar: Die Weiten des unerreichbaren Raumes sind die Tiefen, die unser ängstliches Denken leiten. Poetischer kann man die Fehlbarkeit nicht beschreiben. Wenn aber Fliegen und Denken sich decken, d.h. wenn das Jetzt sich vollzieht, dann materialisiert sich der dunkle Raum zur reinen Materie, von der Gravitation abwegig.
Titel: Herr Richie sucht das Glück
Regie: Patrick Winkler
Genre: Drama
Produktionsjahr: 2005
Produzent: Patrick Winkler
Länge(min): 17
Ansprechpartner: Patrick Winkler
Inhalt: Richard, genannt „Richie“, ist Anfang Dreißig, single, lebt in einem Gemeindebau im 3. Wiener Bezirk und arbeitet als Billeteur in einem Kino. Film ist auch eine private Leidenschaft von ihm und Richie sammelt alles, was er dazu finden kann. Dadurch hat er einige „falsche“ Freunde, die zwar von seiner Großzügigkeit profitieren, ihm aber im Gegenzug keine wirkliche Freundschaft bieten. Als das Kino in Konkurs geht, wird Richie arbeitslos und ist fortan schwer vermittelbar. Er verarmt und vereinsamt zusehends, ohne sich davon in seiner gutmütigen Art etwas anmerken zu lassen.
Warum gescheitert: 1. Der Film lief noch auf kaum einem Festival (warum dürft ihr mich nicht fragen). und wichtiger ist
2. Der Film erzählt eine Geschichte des Scheiterns aber eine, die nicht die Selbstaufgabe sondern das Weiterleben zelebriert.
Kommentar: Herr Richie ist Aufreißer, äh, Abreißer! Im Kino, d.h. er ist Billeteur. Er steht also an der Quelle., wenn’s um die Liebe geht. Cinema Paradiso für Gescheiterte im Wiener Outback. Patrick Winkler übernimmt die ätzende Fackel aus Ulrich Seidl´s Hundstage und trägt sie nicht ohne Erfolg ins Ziel, in den Solarplexus unseres Humors.
Titel: Herr Toluh geht in die Stadt
Regie: J.U. Lensing
Genre: Spielfilm
Produktionsjahr: 2007
Produzent: FH- Dortmund/ Theater der Klänge
Länge(min): 17
Ansprechpartner: Miriam Thabea Raether
Inhalt: Herr Toluh, ein anachronistisch anmutender Gelehrter, reist mit dem Bus in ein Kongresshotel vom Land in die Großstadt.
Schlummernd in einer Bushaltestelle, umgeben von Vogelgesang, Fliegen und Wind verschmutzt sein Soundscape zunehmend durch andere Menschen, Musik und Motoren.
Dieses schleichende Crescendo setzt sich während der Busfahrt und vor allem nach seiner Ankunft in der Großstadt fort,
bis er endlich im vermeintlich ruhigen Hotel landet.
Aber auch dort hat er erst einige Hindernisse zu überwinden, bis er endlich zur Ruhe kommen kann...
Warum gescheitert: Der Film handelt von Herrn Toluh, einem etwas weltfremden Gelehrten. Man vesteht dies, wenn man den Film sieht!
Zudem hatten wir bis jetzt leider keine richtige Chance den Film weiter zu präsentieren. Wir haben ihn auf diversen Festvals und bei Fernsehsendern eingereicht, aber bis jetzt hat es noch nicht geklappt! Ich hoffe Ihr findet unseren Film interessant. Es steckt sehr viel Arbeit und Liebe in diesem Projekt.
D.L.(will nicht namentlich genannt werden!)/ Oscar Striebitz haben so präzise am Ton gearbeitet und verleihen dem Film dadurch eine ganz besondere Stimmung.
Kommentar: Ein schöner Einstieg für Jeden, der die Welt der Blinden kennenlernen will. Hier hat der Ton Regie geführt, hier hat die Kamera liebevoll den Teppich gelegt auf den wir klingend davonschweben.Geh-Räusche. Der Ton macht die Musik.
Titel: HooK
Regie: Sebastian Matthias/Gregor Müller
Genre: schwarze Komödie
Produktionsjahr: 2007
Produzent: Daniel Leonforte
Länge(min): 10
Ansprechpartner: Sebastian Matthias
Inhalt: Eines morgens machen sich Karl-Heinz und Klaus-Peter mit dem Rad auf den Weg zu ihrem Lieblingsteich,um ein paar fette Fische zu angeln.Auf ihrem Weg begegnen ihnen zwei wunderschöne Mädchen.Auch sie sind in Angel-Laune, aber davon ahnen Karl-Heinz und Klaus Peter noch nichts.
Warum gescheitert: Der Film wurde mit viel Liebe,Mühe, Schweiß und Überzeugung im Rahmen eines Filmkurses an der Fachhochschule Mainz(Studiengang Medien-Design)hergestellt.Nach einem ganzen Semester inklusive der Semesterferien war er endlich fertig und voller Hoffnung schickten wir ihn um die halbe Welt zu verschiedensten Festivals:
Perth,Uppsala,Weiterstadt,Winterthur,Berlin(Interfilm),
Shorts at Moonlight,München(Bunter Hund) und noch einige andere. KEINER WILL IHN ZEIGEN .
Alle Menschen die diesen Film bis jetzt gesehen haben finden ihn entweder zum schreien komisch, oder verstehen ihn nicht.Ich finde er hat wirklich eine Chance verdient, denn er ist anders als andere Filme.Der Abspann ist vielleicht ein bischen zu lang,er ist auch nicht auf 35mm gedreht sondern nur auf DVCPro,aber die Bilder sind toll und die Geschichte ist witzig.Auf jeden Fall überrascht er! Auch wenn ihn manche Menschen nicht verstehen......
so haben sie wenigstens was zum nachdenken!
Bitte,bitte zeigt den Film.
Kommentar: Ja, schön im Detail und schön, dass andere Festivals(vor allem die hoch subventionierten Pseudo-Independents, und Möchtegern Oskarianer) so blind sind: überraschend und komisch, mit echt tiefen Hintersinn. Irgendwie auch ein kleines Märchen. Nix für intellektuelle Betonnasen.
Titel: Im Gartenhaus
Regie: Sabine Rollnik und Eva Kietzmann
Genre: experimentelle Dokumentation
Produktionsjahr: 2008
Produzent: s.o.
Länge(min): 5
Ansprechpartner: Eva Kietzmann
Inhalt: Der Film thematisiert die Sehnsucht nach Idylle und Erholung im Garten. Rosen und Ringelblumen versprechen uns Entspannung und Ruhe und ein eigenes Fleckchen Glück. Die Wirklichkeit sieht jedoch anders aus...
Warum gescheitert: Der Film thematisiert das Scheitern von Bildern, Vorstellungen und Projektionen die wir (Regisseurinnen, sowie wir alle) haben. Die Erwartungen die wir von einem idyllischen Garten hatten entpuppten sich - während eines Gartenhausstipendiums- für uns als illusorisch. Denn wir hatten unsere Pläne ohne die Schrebergartennachbarn gemacht...
Kommentar: Vom „Allgemeinen zum Besonderen“, vom „Abbild zum Konkreten“ könnte man diese Gartenhausbetrachtung auch nennen. Vom Dekor des Innenlebens erzählt die Geschichte, von Erinnerungen und Kindheiten. Aber auch von den alltäglichen kleinen Unmöglichkeiten und dem kleinen Scheitern.
Titel: Jennifers Bewerbung
Regie: Joseph Bolz
Genre: Experimental?
Produktionsjahr: 2008
Produzent: Kevin Gillner
Länge(min): 5
Ansprechpartner: Joseph Bolz
Inhalt: Jennifer braucht Jürgen Vogel, um endlich einen Job zu bekommen.
Warum gescheitert: Jürgen Vogel enttäuscht Jennifer und der Film geht technisch mehr und mehr den Bach runter. (Bild, Asynchronitäten)
Kommentar: Die Asynchronität passt ungemei. Zum Piepen, wenn der Tonmann streikt und wild kommentierend nach Hause geht. Erfrischend filmisch das Ganze. Bei Shakespeare erhellte das Theater im Theater das Geschehen: hier der Film im Film: das Unzulängliche wird hier um Ereignis. L´art por L´art in Reinstform.
Titel: Joe Bluff is Tuff
Regie: Detlef Kerkau
Genre: Animation/Western
Produktionsjahr: 2006
Länge(min): 97
Ansprechpartner: Detlef Kerkau
Inhalt: Joe Bluff is Tuff erzählt die Geschichte eines Stadtcowboys, der Anfang des 19. Jahrhunderts sein Geld als Kopfgeldjäger verdient. Ein Auftrag führt ihn dann nach Tombstone, wo er sich mit echten Cowboys, Indianern und Gangstern messen muss. Obwohl er ein guter Schütze ist, scheitert er am Ende doch, und zwar an einer üblen Gewohnheit, einem Laster dem viele Menschen frönen und nicht aufgeben können.
Warum gescheitert: Nun, dieser Film wurde von Festivals und Fernsehsendern abgelehnt mit der Begründung "Für diese neue Art von Filmen (Bitfilm) bestände kein Interesse. Nun, das mag zwar so von Fernsehmachern gesehen werden. Aber das Publikum hat da eine ganz andere Sprache im Internet gesprochen. Der Film lief mehrere Monate in der Videocommunity und hat zig Tausend Zuschauer begeistert. Ich denke, dass die Fernsehmanager, die diesen Film abgelehnt haben gescheitert sind und nicht der Film, denn Joe Bluff reitet trotzdem.
Kommentar: Den starken Bildern springt ein schlapper Ton entgegen. Man wünschte ihm gute Sprecher. Eine interessante Form modernen Drehbuchschreibens
Titel: Johanna
Regie: hwmueller
Genre: Landmovie
Produzent: brokalhaus
Länge(min): 79
Ansprechpartner: hwmueller
Inhalt: Johanna, die Unschuld vom Lande will Schauspielerin werden.Im Grossstadtgjungel geht Sie "zum Grunde".Ein Farb-und Bildträchtiger Film von hwmuellerDer Film ist bereits einem geneigtem Publikum in der "Sendlinger Kulturschmiede gezeigt worden.Übereinstimmende Meinung:"Ein genialer Film. Er wird seinen Weg gehen."
Warum gescheitert: Abgelehnt von allen Sendern. Zu anspruchsvoll und ehrlich.
Kommentar: Da hat wohl jemand versucht sein gescheiteres Schauspielerdasein abzuarbeiten. Aber lieber Filmemacher: Qualität hat nichts mit intelligenten Einfällen zu tun.
Titel: KAIN
Regie: Jan Soldat
Genre: Kindersplatter
Produktionsjahr: Juni 2008
Produzent: Jan Soldat,HTW Mittweida,Chemnitzer Filmwerkstatt
Länge(min): 5
Ansprechpartner: Jan Soldat
Inhalt: Kain ist allein mit seinem 4 Monate alten Bruder, und vollkommen überfordert damit.
Warum gescheitert: In der Intension einen ernsthaften Film zu machen, doch wieder einmal ins Trash-Splatter-Mileu abgerutscht.Zu dem funktoniert der Film an den meisten Stellen nicht,wie gedacht. Logikfehler und Überflüssigkeit jagen einander bis zum blutigen Ende. Oder auch nicht.
Kommentar: Kain erschlug seinen Bruder. Aus reinem Hunger nach Fleisch? Nein aus Hunger nach einem freien Leben. Jan Soldat zeigt die ersten Opfer der alleinerziehenden Generation.
Titel: Kampfhund
Regie: Florian Gerding
Genre: musikvideo
Produktionsjahr: 2007
Produzent: F. gerding
Länge(min): 3
Ansprechpartner: Florian Gerding
Inhalt: Täter, Opfer, auf die Fresse kriegen. In diesem Video stellt sich Ringo, der einzig wahre Gangsta aus Bremen vor.
Warum gescheitert: Vielfältig! Nach erfolgter Produktion sollte das Video eigentlich als Promo eingesetzt werden. Leider passierte nichts, Ringo wartet auf seinen Erfolg. Ringos Manager bemerkte nach hastigem Genuss des Videos - ey, das sind ja gar keine Kampfhunde drinne. so hat das Video viel Arbeit gemacht, aber keinerlei kommerziellen erfolg zur Folge gehabt.
Ringo springt nun von einem Image zum nächsten und ist zurzeit der Crank Clown! Nicht das das auch eine Form von Scheitern wäre.
Kommentar: Fritz Lang hatte noch keine Musik für sein Metropolis. Florian Gerding dagegen schon. Er hat auch eine ähnliche Choreographie „der Gewalt der Mechanik“ mit underground Ängsten eines Fightclubs verschmolzen
Titel: Kickoff - Angriff auf die Lethargie
Regie: Sabine Radicke
Genre: Dokumentarfilm / info@sabineradicke.com
Produktionsjahr: 2006
Produzent: Adrian Liebig & Sabine Radicke
Länge(min): 30
Ansprechpartner: Sabine Radicke
Inhalt: Jens L., hoert viel zu laute Musik, trinkt zu viel und zu schnell, findet keinen Job und seine Eltern bloed, lebt nach dem Motto „no risk no fun und traeumt von einer Freundin. Auf den ersten Blick ein ganz normaler junger Mann. Cut. Jens L. im Rollstuhl. Alles ist ploetzlich anders. Eine Grenze hat sich aufgetan, Angst kommt auf. „Muskeldystrophie lautet das Urteil und laesst Jens L. ploetzlich nicht mehr zu dem Leben gehoeren, das wir so gut zu kennen glauben. Und das Wort „Zukunft bekommt eine voellig andere Bedeutung.
Warum gescheitert: Neben der Wuerdigung durch das Publikum, fuer den Mut und die Offenheit des Protagonisten in diesem Dokumentarfilm, habe ich mir eine groeßere Resonanz im eigenen Land erhofft. Seit der Fertigstellung im Jahr 2006 hat bisher kein deutsches Festival diese Dokumentation in sein Programm aufgenommen. Warum? Obwohl dieses Sozialdrama ehrlich und ungeschoent das Leben mit Behinderung darstellt, kann diese Dokumentation auch als eine Art Gesellschaftsportait mit Allgemeingueltigkeit betrachtet werden: ueber eine Jugend die perspektivlos ihrer Zukunft entgegen sieht.
Kommentar: Es gehört Mut dazu, solch einen Film zu machen, aber auch sich ihm mit offenen Augen zu nähern. Jenseits jener „dunklen Zeit“ in der Alles permanent zugefeiert, weggeredet, abgelästert wird: denn hier pulst eine schmerzende Frage: wozu sind wir auf Erden? Cobain von Nirvana, der sich das mit 27 leben nahm, wird uns erklärlicher denn je: You know you're right...Aber wen interessiert das schon...?
Titel: Kleine Bimmelbahn/Bananenklauszene
Regie: hans-j.koehler
Genre: Trash-Movie
Produktionsjahr: 1980
Produzent: dto.
Länge(min): 12
Ansprechpartner: hans-j.koehler
Inhalt: Auskoppelung aus SPAGHETTI IM ABFLUSS: zwei Conferenciers verkünden das Geschehen und liegen völlig daneben. Bei einem Obsthändler geraten die Dinge aus den Fugen, als ein Transi die Szenerie betritt und ein übereifriger Kunde sein Recht einfordert.Vorweg eine Travestie-Revue-Szene zur Einstimmung...
Warum gescheitert: Gescheitert aufgrund des Hauptdarstellers, der bei dieser Low-Budget-Produktion das Handtuch warf, nachdem 50% aller Szenen bereits abgedreht waren. Allein diese Bananenklauszene ist ein in sich abgeschlossener Teil.
Kommentar: Endlich mal ein Film der richtig schön gescheitert ist. Hier stimmt aber auch garnichs. Ein früher Schlingensief? Schlecht gespielt, artifizieller Überanspruch, aber den charme der super 8-Generation. Ist es Wahn, so hat es doch Methode.
Titel: Kommissar Kresch und das zerplatzte Zirkuspferd
Regie: Jan Soldat
Genre: Berhindertenzirkus
Produktionsjahr: Nov. 2007
Produzent: Chemnitzer Filmwerkstatt e.V.
Länge(min): 9
Ansprechpartner: Jan Soldat
Inhalt: Kommissar Kresch und sein neuer Kollege Kommissar Bloom suchen den Mörder, der das Zirkuspferd zumExplodieren gebracht hat.
Warum gescheitert: 1. 50 % des gefilmten Materials waren nicht verwendbar, daher musste eine Erzählerstimme her.2. Dann ist der 2. Hauptdarsteller, der Junge, nicht mehr zum Dreh erschienen, weshalb er durch einen Erwachsenen ersetzt werden musste.3. Desweiteren auf sogut wie allen Kurzfilmfestivals abgelehnt.
Kommentar: KK wird langsam zum deutschen Boro Lee. Jan Soldat sollte sich schnell eine Vermarktung überlegen. Das könnte ein Knüller werden. Skuril bis abartig und Stefan Raab jederzeit in den Schatten stellend. Nur schade das KK stirbt.
Titel: lisa va au cinema
Regie: Bernd Kilian
Genre: stummfilm mit musik
Produktionsjahr: 2005
Produzent: Bernd Kilian
Länge(min): 7
Ansprechpartner: Bernd Kilian
Inhalt: ein Film über ein Mädchen und eine Stadt ...
Warum gescheitert: wurde leider nur auf 2 Festivals gezeigt und nicht vom Fernsehen angenommen.
Kommentar: Unser Blick folgte den Füssen des kleinen Mädchens und man
darf für ein Weilchen der unsichtbare Frosch sein, beim Gang durch Dresden. In Bernd Kilians Bilderwucht könnte ich mich immer wieder hineinlegen: hier stimmt einfach alles. Grosses Kintop.
Titel: Mit dem Mofa nach England
Regie: Max Weise
Genre: Roadmovie-Dokumentarfilm
Produktionsjahr: 2006
Produzent: Max Weise
Länge(min): 30
Ansprechpartner: Max Weise
Inhalt: "Mit dem Mofa nach England" handelt von drei Freunden, die mit gebraucht erworbenen Mofa nach England aufbrechen um den Rausch der Freiheit zu erleben. Gebeutelt von dahinsterbender Technik stellt sich bald die Frage, ob ihre Mission zu erfüllen ist.
Warum gescheitert: Zum einen ist der Initiator der Tour nicht angekommen, da sein Mofa kaputt gegangen ist. Zum anderen war ich sowohl Kameramann/Regisseur wie auch Darsteller. Und durch diese Nähe ist es mir leider so gut wie gar nicht gelungen die Emotionen von uns dreien einzufangen. So hat der Film leider nicht die emotionale Dichte, die die Reise hatte.
Kommentar: Habt ihr den keine Bahncard? Nee, bei den Preisen und schlechtem Service. Da fahr ich doch gleich Moped: denn der Weg ist das Ziel. Zen oder die Kunst mit nen dienstalten Mofa nach England zu komme. Hier zählt jeder Kilometer, hier erfüllt sich manch ein Jugendtraum.Scheitern on the road.
Titel: Mitteilung
Regie: Florian Gerding
Genre: Doku-Essay
Produktionsjahr: 2003
Produzent: F. gerding
Länge(min): 7
Ansprechpartner: Florian Gerding
Inhalt: Sich vor sich selbst ekeln, Würmer in der Kopf gepflanzt kriegen und auch mal die eigenen Zähne wegscmeissen. Wenn man nicht gerade von Bullen vertrimt wird, weiss man das was schiefläuft.
Warum gescheitert: Diese Küche ist nicht die Küche von mir! Ich bin zwar gerne unterwegs, aber nicht so krass drauf wie Tennis. Meine Zähne würde ich nicht wegschmeissen!
Immer am Rand, immer mit diesen Leuten, immer das Scheitern vor Augen.
Kommentar: The last generation: während die Einen in Würde scheitern, verenden die Andern vor dem Schweintrog „Fernsehen“. Was sie verbindet: Würmer, die man nicht mehr aus den Kopf kriegt. Der Bremer Untergrund wühlt sich auf und schwemmt paranoide Träume ans grelle Licht des Alltags.
Titel: mittendraußen
Regie: Doro Kleffner, Marc Witkowski
Genre: Sozialdrama
Produktionsjahr: 2008
Produzent: Doro Kleffner, Marc Witkowski
Länge(min): 81
Ansprechpartner: Doro Kleffner
Inhalt: Der Film "Mittendraußen" erzählt die Geschichte eines 15-jährigen Mädchens, die vom Mobbing-Täter selbst zum Mobbing-Opfer wird und aufgrund mysteriöser Drohungen über den Chat und das Handy in einen Kreislauf der Einsamkeit gerät und später einen großen Fehler begeht, da sie nicht mehr zwischen Wahnvorstellungen und Realität unterscheiden kann.
Warum gescheitert: Der Film passt in die Kategorie "gescheiterte Kommunikation" bzw. "gescheiterte Freundschaftsbeziehungen". Innerhalb des Films entwickeln sich eine Reihe von Missverständnissen, die dazu führen, dass eine Freundschaft zerbricht und die Hauptperson einen schwerwiegenden Fehler begeht. Der Film beschreibt die schleichende Gefühlsentwicklung der Hauptperson, die von einer beliebten Person zu einem Außenseiter wird. Wäre die Kommunikation zwischen den Schülern nicht gescheitert, hätte die Geschichte ein gutes Ende genommen.
Kommentar: Diese langatmige Teenager-Selbstfindungsromanze würde ich gerne an Schulen zeigen: voll peinlich raunt es uns da entgegen: doch zu unrecht. Mit dem spröden Charme von Hark Bohms „Nordsee ist Mordsee“ wird uns hier das Sprichwort „wer andern eine Grube gräbt, ...“ schmerzlich vor Augen geführt.
Titel: Screenwalker
Regie: Michael Lutz
Genre: Satire
Produktionsjahr: 2006/07
Produzent: Michael Lutz
Länge(min): 26
Ansprechpartner: Michael Lutz
Inhalt: Während der Dreharbeiten zu »Lunch at McTiffy« verliebt sich der Filmstar Paul van Plemm in die Statistin L.A.X.19/64. Dies bleibt dem Co-Filmstar Charlotte Kenzo (bekannt aus ›Breakfast at McTiffy‹) nicht verborgen. Aus purer Bosheit versucht Kenzo, das Liebesglück von L.A.X.19/64 und van Plemm zu vereiteln.
Warum gescheitert:
Kommentar: Die sarkastische Frage, ob dieser Film vom Künstlerdienst finanziert wurde, stellt sich aus zweierlei Gründen nicht: Erstens ist das Thema zu nah an der Realität analysiert, zweitens ist er viel zu professionell umgesetzt. Gut gespielt und spannend erzählt. Er hat nur ein Fehler, und das ist der Grund, warum er wohl auf dem Markt scheitern wird. Er ist zu kurz. Man möchte mehr
Titel: Seiteneffekte
Regie: Kerstin Hinkel
Genre: Kurzfilm- Fiktion
Produktionsjahr: 2008
Produzent: Kerstin Hinkel und Hochschule Darmstadt
Länge(min): 12
Ansprechpartner: Kerstin Hinkel
Inhalt: Die beiden Freundinnen Helena und Silke sind seit der Schulzeit befreundet und leben zusammen in einer Wohngemeinschaft. Während Silke für ihr Studium lernt, geniesst es Helena, mit Freund Jan und Bekannten auszugehen. Silke ist genervt und auch mit Jan kommt es zu einem Streit.
Warum gescheitert: Story funktioniert ab Filmmitte nicht richtig. Hätte laut Professor ein Langspielfilm werden müssen. Vielleicht ist das Ende eigentlich keines? Angeblich könne man den Film noch durch Umschnitt "retten"...
Kommentar: Der Übergang vom „Normalen“ zur „Manie“ ist genauso schleichend wie alltäglich, dass man es kaum merkt. Die Veränderung ist unspektakulär. Deshalb ist es richtig, bei der adäquarten Darstellung keinen unnötigen Phatos anzulegen. Je leiser der Wahn daherschleicht, desto krachender das Ende. Ich finde, mal vom Anspruch der Psycho-Action abgesehen, formal richtig, auch wenn die Nakenhaare liegen bleiben. Mehr Geheimnis und Überraschungen ohne Erklärungen hätten dem Film sicher gut getan.
Titel: Sommer
Regie: Veronika Wenger
Genre: Experimentalfilm
Produktionsjahr: 2007
Produzent: WEWA Produktion
Länge(min): 45
Ansprechpartner: Veronika Wenger
Inhalt: Der Sommer, der hier in einer Vielzahl von Masken und Stellvertretern suggeriert wird, wird nicht gezeigt: ein künstliches und letztlich auch willkürliches "Zeichen" wie die immer wieder in den Zeichnungen erscheinende Campariflasche, zeigt uns die eigentliche Undarstellbarkeit. Den Sommer gibt es nicht - nur seine jeweiligen Repräsentanten, die dann in unsrer Vorstellung ein Gebilde wie "Sommerlichkeit" entstehen lassen- das ist die Illusion, die Veronika Wenger, indem sie das ganze Werkzeugarsenal des Films vor uns ausbreitet, zerstört und damit werden wir emanzipiert: Statt passive Rezipienten zu bleiben, wird uns klar, dass wir die Bilder mitgestalten. Das zutiefst Imaginäre des Films liegt an uns und der Film zeigt sich in seiner eigenen Produziertheit dergestalt, dass wir erkennen müssen, dass unsere eigene Situiertheit die Quelle der Bilder ist.
Warum gescheitert: wieder wieder an der Vermarktung gescheitert
Kommentar: V.Wenger gelingt es meisterlich die Bilder suggestiv zu setzen, nicht ohne dabei Platz zwischen den Stühlen zu lassen. Nur nicht hinsetzen, nur schnell weiterdenken. Und den Grillen beim Atmen zuhören, den Wellen beim Rausch ertappen und zu ahnen was passieren kann....
Titel: Stepnica
Regie: Alexander Pfander
Genre: Drama
Produktionsjahr: 2007
Produzent: Alexander Pfander
Länge(min): 95
Ansprechpartner: Daniel Pfander
Inhalt: Der Berliner Journalist Viktor Stein reist nach Polen, in den kleinen am Stettiner Haff gelegenen Badeort Stepnica. Dort hofft er Antworten zu finden auf Fragen, die Ihn seit seiner Kindheit bewegen.
Was ist wirklich mit seiner Mutter passiert, die kurz nach seiner Geburt in Stepnica ertrunken sein soll? Und wer ist sein Vater?
Die Suche nach seinen Wurzeln führt von obskuren Verschwörungstheorien über eine Mauer des Schweigens bis schließlich Viktor selber in Gefahr gerät, denn die polnische Dorfbevölkerung hat etwas gegen neugierige Deutsche.
Doch Viktor bleibt standhaft und gräbt weiter, bis er schließlich herausfindet was wirklich geschehen ist.
Aber die Wahrheit ist Schmerzhaft...
Warum gescheitert: Neid, Neid, Neid.
Kommentar: Ein spannungsgeladenes Bilderrätsel, gefüllt mit subversiven Klischees aus Nachbars Lande.
Titel: Urlaub in Hammerbrook
Regie: Jörg Weidner und Sebastian Pape
Genre: Dokumentarfilm
Produktionsjahr: 2007
Produzent: Jörg Weidner und Sebastian Pape
Länge(min): 60
Ansprechpartner: Jörg Weidner und Sebastian Pape
Inhalt: Was als Stadtteilportrait über ein sprödes Gewerbe- und Bürogebiet in Hamburgs Innenstadt beginnt, entwickelt sich schnell zu einem Portrait einer besonderen urbanen Lebensform; zwischen Lärm und Betonklötzen leben Künstler in einem situationistischen Paradies. Mit kleinen Eingriffen in den Raum decken verschiedene Künstler das Charakteristische des Ortes auf - Von beidem bietet der Stadtteil Hammerbrook außergewöhnlich viel. Hier gibt es Leerstand, niedrige Mieten, verlassene Straßen und eine eher sperrige Ästhetik. Diese Bedingungen locken vor allem Künstler in den Stadtteil; Ateliers, Proberäume und Studios liegen immer nur einen Steinwurf voneinander entfernt...
Der Film umkreist in meditativen Bildern das Lebensgefühl im urbanen Abseits.
Warum gescheitert: Der Ansatz des Films ist zu künstlerisch in seiner Erzählweise und daher nicht fürs Fernsehen (NDR, ARTE...) geeignet. Der Film richtet sich ideologisch am Situationismus aus und entspricht nur teilweise einem konventionellen Dokumentarfilm.
Kommentar: Hammerbrook, der urbanste Stadtteil für Gescheiterte, für Kreative der besonderen Ästhetik. Dieser Film mit seiner ungeheuren Suggestionskraft sollte als Vorlage für andere Dokus verwendet werden, dann wird das Aquarium wieder zum Fernseher.
Titel: Weltgetriebe
Regie: Hagen Klaile
Genre: Essay, Dokumentation
Produktionsjahr: 2008
Produzent: Hagen Klaile
Länge(min): 5
Ansprechpartner: Hagen Klaile
Inhalt: Herr Reich gerät in Kriegsgefangenschaft. Weil er einen deutschen Schlager auf dem Akkordeon spielen kann, überlebt er die Lager. Doch die Freiheit, die er sich erspielt, bringt ihn fast um.
Warum gescheitert: Der Film wurde als Beitrag für das Beethovenfest Bonn gedreht. Eine sehr einfache Ausschreibung versprach Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro. Dieser Film kam in die nähere Auswahl (6 Filme) und wurde mehrfach vorgeführt. Danach war vom Festival nichts mehr zu hören. Über Ecken erfuhr ich, das das Preisgeld zurückgezogen sei. Die Veranstalter hätten sich die Filme anders vorgestellt. (Die Ausschreibung bestand aus zwei Sätzen!). Nix gehört, Nix mitgekriegt, einfach mal so auf die Teilnehmer geschissen. Irgendwie gescheitert, aber nicht von meiner Seite aus.
Kommentar: Wenn man Besonderes kann, dann bekommt man immer Nachschlag, z.b. beim Fressen. Das Besondere überlebt, das Triviale nur sich selbst. Damals, wie heute: man überlebt entweder mit oder durch der Kunst. Völlig unklar, warum dieser Film nicht den Wettbewerb gewonnen hat: Beethoven auf den modernen Punkt gebracht.
Titel: Wird doch nüscht?
Regie: Arielle Kohlschmidt & René Beder
Genre: Dokumentarfilm
Produktionsjahr: 2007
Produzent: Turmvilla e.V. und PGF
Länge(min): 61
Ansprechpartner: Arielle
Inhalt:
Der Dokumentarfilm „Wird doch nüscht?“ begleitet die Menschen einer kleinen Stadt weit im Osten bei ihrem langen Warten auf den Aufschwung.
Ein Hungerdenkmal steht noch heute in Bad Muskau. Die längste Zeit waren die Leute in dieser Gegend arm und elend - und deshalb steckten sie so voller Utopien und schönerer Geschichten. Die Anzahl der Lausitzer Schriftsteller war einmal legendär. Und einer von ihnen, Fürst Pückler, Herr dieser größten Standesherrschaft in deutschen Landen, hat mit seinem Traum von einem Park die ganze Welt auf Muskau schauen lassen.
Einige haben heute wieder einen Traum. Und so fern von dieser Welt ist der gar nicht, könnte man meinen. Anerkannte Kurstadt und Weltkulturerbe ist man schon. Die Träumer sehen den Aufschwung schon ganz nah vor sich.
Die Stadt will jetzt eine Tiefgarage unter den Markt bauen lassen. 5 Millionen soll das kosten - nur die Stadt erstmal nichts.
Einstimmig hat sich der Stadtrat dafür ausgesprochen. Nur die meisten Bürger, die glauben: Es wird doch eh nüscht.
Warum gescheitert: Der Film hat das Scheitern, die Hoffnung, das Warten zum Thema. Ansonsten hoffe ich trotzdem drauf nicht ganz gescheitert zu sein :) Denn: Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Kommentar: Diese etwas zu lang geratene Provinzposse ist jener Stereotyp, der nicht nur in Ostdeutschland fruchtbaren Boden findet. Wenn sich die Räder in unterschiedliche Richtungen drehen und wenn sich in das Konzert noch der Grundton: Mäkeln(ohne r) mischt, dann ist der Reigen verpasster Möglichkeiten und Aufschwünge gänzlich perfekt. Dabei hat aber auch jeder Solist falsch gesungen. Kein Wunder das der Sozialismus gescheitert ist. Staatlicher verordnter Versorgungsrelex. Hier wird Demokratie komplett missverstanden....
Titel: ZERMATSCH
Regie: Lex Weinlich
Genre: Komödie
Produktionsjahr: 1992
Produzent: Lex Weinlich, Hans Janousek
Länge(min): 30
Ansprechpartner: Hans Janousek
Inhalt: Ein modernes Dornröschen-Drama - surreal und komisch.
Ein "Märchenprofessor" ergründet eine Burg auf der sich seltsame Touristen befinden, von denen fast alle seltsame Tode sterben.
Warum gescheitert: Ausführung mangelhaft, Publikum mangelhaft, Filmemacher mangelhaft : (((
Kommentar: „Kotan ermittelt“ wurde auch in Österreich produziert. Das ist aber nicht die einzige Gemeinsamkeit: schräg, daneben und ein wenig zah. Ja meih, die Sissi.
Titel: ZIRRUSSOMMER
Regie: Markus Kaatsch
Genre: Kurzdrama
Produktionsjahr: 2007/08
Produzent: Markus Kaatsch | Aug&Ohr Mediengruppe
Länge(min): 25
Ansprechpartner: Markus Kaatsch
Inhalt: Fünf Personen – irgendwo in einer flachen Gegend in Ostdeutschland. Die vierzehnjährige MIRINDA – frech, farbenfroh und frühpubertär – verhindert RICHARDS Selbstmord.
Die werdende Mutter KATRIN hat sich in ihre kühle Nachbarin JESSICA - beide Mitte dreißig – verliebt. JESSICA teilt mit ihr sowie mit ihrem jugendlichen Bekannten AUGUST das Bett.
Am Himmel sind Zirruswolken zu sehen. Es fügt sich zusammen, was zusammengehört …
ZIRRUSSOMMER ist der Versuch, Schönheit und Hässlichkeit des Lebens zu vereinen. Der Film gibt Hoffnung und verwirft gute Ideen gleichermaßen.
Warum gescheitert: Der Kurzfilm ZIRRUSSOMMER thematisiert das Scheitern in unserer Gesellschaft, von heterosexueller und homosexueller Beziehungen.
Einst hatte MIRINDA (Dzamilja Sjöström) ihren Freundinnen von einem heftigen Techtelmechtel zwischen ihr und RICHARD (Tobias Hamann), ihrem damaligen Deutschlehrer, erzählt. RICHARD verlor daraufhin seine Arbeit und wurde mit dieser Lüge an den Rand der Gesellschaft verdrängt.
Die werdende Mutter KATRIN (Sandra Nedeleff) verkauft Lottogewinnspiele am Telefon, um als ehemalige Großstädterin auf dem Land Geld zu verdienen. Ein Job, der sie nicht gerade zufriedenstellt. Sie verdrängt nächtliche Sauf- und Fressattacken.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten lockert sich das Verhältnis zwischen MIRINDA und RICHARD. Er wird von ihrer Fähigkeit, Dinge leicht und locker zu nehmen, angestachelt, entscheidet sich für den Neuanfang und möchte seine Ex-Frau dafür begeistern, einen neuen Anfang in der Toskana zu wagen. RICHARD scheitert erneut und wird diesen Aufbruch nicht überleben.
Der Film ist eine Arbeit junger Berliner/innen, meist kurz nach dem Abitur, die mit geringer Berufserfahrung und einem niedrigen Budget einen anspruchsvollen Kurzfilm schaffen wollten. ZIRRUSSOMMER wurde aus eigener Kraft und bewusst nach eigenen, kreativen Vorstellungen, ohne professionelle Hilfe produziert und im Sommer 2007 gedreht. Leider überschreiten die 25 Minuten oft die zugelassene Filmlänge der Jugendfilmfestivals, sodass es äußerst schwer fällt, den Film bundesweit präsentieren zu können.
Kommentar: Wenn das wirklich ein Erstlingswerk junger Berliner ist: dann aber Hallo, da kommt was auf uns zu. Freue mich drauf.
Titel: Zwischenfall in Utopia
Regie: Thomas Jordan
Genre: Science-Fiction
Produktionsjahr: 2008
Produzent: Thomas Jordan
Länge(min): 19
Ansprechpartner: Thomas Jordan
Inhalt: In der nahen Zukunft kämpft eine weibliche Widerstandsgruppe im Stadtstaat Utopia gegen einen Diktator. Der Geheimdienst versucht die Gruppe zu unterwandern, aber eine der Widerstandskämpferinnen arbeitet für jemand ganz anderes.
Warum gescheitert: Ich vermute das die Art der Darsteller unsymphatisch wirkt. Es gibt keine wirklich positiven Figuren, mit denen man sich identifizieren kann. Es werden keine Probleme gelöst, weder Liebe noch Freundschaft deutlich gezeigt. Es werden schöne emotionslose Menschen präsentiert, die sich in einer sterilen Architektur bewegen. Möglicherweise wirkt dies alles zu künstlich für den Zuschauer. Der Film ist eine Art spielfilmerische Dokumentation, aus diesem Grund gibt es keine klassische Dramaturgie und Auflösung. Wahrscheinlich habe ich mich über zuviele Konventionen hinweggesetzt, die notwendig sind, damit der Film ankommt. Zudem ist es ein Foto-Film (nur Standbilder), was ebenfalls ungewohnt ist.
Kommentar: Die Idee eine Geschichte wie einen Reisebericht in Bildern zu erzählen, ist sehr originell und packent. Leider funktioniert es nur dort, wo der sinnstiftende Ton nicht absichtlich verstümmelt wird.